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Bestandsaufnahme: 14 Jahre legale Tötung auf Verlangen in Belgien und den Niederlanden

Euthanasia 6BRÜSSEL – In Würde sterben: Gesetzgebung und Politik kommt eine wichtige Verantwortung zu, wenn es um die Wertschätzung des Lebens in der Gesellschaft geht. Am 28. November startet das Brüsseler Büro von ADF International die Kampagne „Affirming Dignity“ (dt.: die Würde stärken). Mehrere Kurzfilme porträtierten Experten, Betroffene und ehemalige Befürworter der belgischen und niederländischen Gesetze zur Tötung auf Verlangen und fordern eine neue Debatte über die Kultur des Sterbens.

„Als Gesellschaft tragen wir Verantwortung gerade für unsere schwächsten Mitglieder. Das Beispiel Belgiens und der Niederlande verdeutlicht, dass die Legalisierung von Euthanasie auf eine schiefe Ebene führt. Kommt der Ball des legalen Tötens erst einmal ins Rollen, gibt es kein Halten mehr. Wenn die subjektive Kategorie des ‚unerträglichen Leidens‘ die Tötung auf Verlangen rechtfertigt, begiebt sich eine Kultur unweigerlich auf den Weg hin zu einem kalten Wegrationalisieren von Alten, Kranken, psychisch Angeschlagenen und Behinderten“, so Sophia Kuby, die Leiterin des Brüsselers Büros von ADF International.

 „Noch nie starben in Belgien so viele Menschen durch die Hand von Ärzten wie im Jahr 2015. In 14 Jahren hat sich die Zahl der Euthanasiefälle verhundertfacht. Angesichts dieser massiven Steigerung braucht es eine ernsthafte öffentliche Debatte und bestehende Gesetze müssen geändert werden. Außerdem schauen viele Länder auf Belgien und die Niederlande. Unsere Kurzvideos sollen ihnen sagen: Macht es besser und verhindert die kulturelle Katastrophe des legalen Tötens“, so Kuby.  

Zunehmende Ausweitung von Gesetzen zum Töten auf Verlangen

In Belgien und den Niederlanden ist Töten auf Verlangen nicht nur in Fällen einer tödlichen Krankheit erlaubt. Selbst Patienten die an unheilbaren Krankheiten, an Depressionen oder anderweitig psychisch leiden, können ihren Tod beantragen. In Belgien ist Euthanasie aufgrund von unerträglichem körperlichen Leiden auch für Minderfährige zulässig. In den Niederlanden wird sie bei Jugendlichen ab zwölf Jahren nicht mehr strafrechtlich verfolgt. In der von ADF International veröffentlichten Dokumentation kommen Experten, medizinisches Personal und Familienmitglieder von Personen, die auf Verlangen getötet wurden, zu Wort. Sie schildern ihre persönlichen Erfahrungen mit einer ausufernden Praxis und warnen vor deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.

“Überall dort, wo Tötung auf Verlangen erlaubt worden ist, gerät sie über kurz oder lang außer Kontrolle“, erklärt Robert Clarke, Direktor European Advocacy für ADF International. „Die moderne Medizin ermöglicht es uns, bis zum letzten Atemzug würdevoll zu leben. Die heutige Palliativmedizin kann fast alle körperlichen Schmerzen lindern, niemand muss unnötig leiden. Patienten haben bessere Alternativen als Euthanasie. “

ADF International setzt sich global für die Einhaltung der Menschenrechte ein, insbesondere das Recht auf Leben

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