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Der Fall Wunderlich: deutsche „Homeschooler“ kämpfen für Familienrechte

Die vierfachen Eltern Petra und Dirk Wunderlich aus Hessen kämpfen seit vielen Jahren für das Recht, ihre Kinder zu Hause selbst unterrichten zu dürfen, so wie es in der Mehrheit der europäischen Länder möglich ist.

Im August 2013 stürmten über 30 Polizeibeamte und zahlreiche Sozialarbeiter das Haus der Wunderlichs in der Nähe von Darmstadt. Die Behörden trennten auf brutale Weise die Kinder von ihren Eltern und ihrem Zuhause und hinterließen eine traumatisierte Familie. Die Kinder wurden schließlich mit Auflagen zu ihren Eltern zurück gebracht, aber die rechtliche Situation blieb unklar, da Deutschland eines der wenigen europäischen Länder ist, das Eltern bestraft, die ihre Kinder selbst unterrichten wollen, anstatt sie zur Schule zu schicken.

„Wir haben uns entschieden, unsere Kinder zu Hause zu erziehen, weil wir glauben, dass dies die beste Umgebung ist, in der sie lernen und wachsen können.“ – Dirk Wunderlich, Vater der Familie

Nachdem deutsche Gerichte zugunsten der deutschen Regierung geurteilt hatten, entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im August 2016, den Fall zur Verhandlung anzunehmen. Im Januar 2019 hat der Gerichtshof gegen die deutsche Familie entschieden und ihr grundrechtlich geschütztes Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens als nicht verletzt angesehen. Die Familie hat nun die Option, diesen Fall vor die Große Kammer, und somit vor die oberste Instanz des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, zu bringen.

Kinder verdienen die liebevolle Fürsorge und den Schutz ihrer Eltern. Es ist eine ernste Sache für einen Staat, die Bindung zwischen Kindern und Eltern zu stören. Dies sollte nur dann erfolgen, wenn die Gefahr eines ernsthaften Schadens besteht.
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