Elternrechte

Wir verteidigen Elternrechte und Kindeswohl

„Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.“

§

Artikel 26 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Wir schützen Elternrechte

Erziehung und Pflege ihrer Kinder sind das Recht und die Pflicht der Eltern.

Wir schützen das Vorrecht der Eltern für ihre Kinder zu ihrem Besten zu entscheiden. Denn insbesondere in Bildungsfragen wird dieses Recht attackiert.

„Eltern haben eine große Verantwortung. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, gibt es in der Verfassung garantierte Elternrechte, die anerkennen, dass Eltern ihre Kinder am besten kennen und deswegen bei Fragen zu Erziehung und Bildung eigenständig entscheiden können und sollen.“

DR. FELIX BÖLLMANN
Rechtsanwalt und
Senior Counsel bei
ADF International

Elternrechte

Vater und Mutter sind die wichtigsten Menschen für ihre Kinder. Eltern kümmern sich um ihre Kinder, noch bevor sie geboren werden. Sie bringen Kindern bei, zu laufen, zu sprechen und zu lieben. Eltern kennen ihre Kinder am besten und haben den meisten Einfluss auf ihren Werdegang.

Darum haben Eltern Rechte und Pflichten. Aus Grundrechtsperspektive haben Eltern das natürliche Recht auf Entscheidungen, insbesondere wenn es um Bildung, Erziehung und Gesundheit der Kinder geht. Diese Bereiche sind häufig weltanschaulich geprägt. Deswegen darf der Staat hier nicht von oben herab gegen den Willen der Eltern eingreifen. Im Gegenteil, der Staat ist zum Schutz von Ehe und Familie aufgefordert.

Trotz der auch international verankerten Rechte für Eltern sind ebendiese gerade in Europa stark unter Druck. Dazu gehören ideologisierte Inhalte im Unterricht, Hausschulverbot und Geschlechtsumwandlungen gegen den Willen der Eltern.

Demgegenüber stehen Politik und Rechtsprechung, die Elternrechte achtet. Die Überprüfbarkeit staatlicher Handlungen, Wahlmöglichkeit für Eltern und schließlich Transparenz sind dabei die Eckpfeiler.

  • DE: Art. 6 (2) GG: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

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RESSOURCEN ZUM THEMA ELTERNRECHTE

Rede Frei


Die Broschüre ist in Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Allianz in Deutschland, der Juristenvereinigung Christ und Jurist e.V. und ADF International entstanden. Sie möchte ein Praxisleitfaden zu den deutschen und europäischen Gesetzen zum Schutz der Meinungs-, Glaubens- und Bekenntnisfreiheit sein und erläutert ihre Anwendung in verschiedenen Lebenssituationen. Persönliche Glaubensüberzeugungen dürfen in der Öffentlichkeit – am Arbeitsplatz, an der Hochschule oder online – frei gelebt werden. Mehr noch: Sie genießen rechtlichen Schutz! Selbstverständlich sind die rechtlichen Schranken, insbesondere die Rechte anderer zu beachten. Die Broschüre soll dazu ermutigen, die Glaubens- und Meinungsfreiheit aktiv wahrzunehmen.

FÄLLE ZUM THEMA ELTERNRECHTE

Religionsfreiheit und Elternrechte in Lateinamerika missachtet

Die Lehrerin Sandra Pavez unterrichtete Katholische Religion in San Bernardo, Chile. Als die örtliche Diözese erfuhr, dass sie, entgegen der Lehre der katholischen Kirche in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebte, teilte die Diözese ihr mit, dass Pavez nicht mehr Katholische Religion im Namen der Kirche unterrichten könne. Anstatt einer Kündigung wurde Pavez angeboten in der Schulverwaltung zu arbeiten.
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Religionsfreiheit

Wir verteidigen das Recht jedes Menschen auf Religionsfreiheit

„Jede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens-, und Religionsfreiheit“

§

Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention

Wir schützen Religionsfreiheit

Das Recht auf Religionsfreiheit schließt die Freiheit ein, seinen Glauben öffentlich oder privat zu bekennen.

Mit unserem Fokus auf Religionsfreiheit waren wir in mehr als 2500 Fällen zu dem Thema beteiligt.

„Jeder Mensch sollte seinen Glauben in Freiheit leben können und niemand zu etwas gezwungen werden, das seinem Glauben widerspricht.“

DR. FELIX BÖLLMANN
Rechtsanwalt und
Director of European Advocacy bei
ADF International

Religionsfreiheit als Grundrecht

Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) beginnt mit den Worten: „Jeder hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit“. Jeder Mensch hat das Recht nach seinen eigenen Überzeugungen zu leben und danach zu handeln.

Das schließt auch die Gewissensfreiheit im Beruf ein. Niemand kann gezwungen werden beispielsweise in medizinischen Fragen gegen sein Gewissen verstoßen zu müssen. Auch Ansichten zu Ehe und Familie, zum Beginn und zum Ende des Lebens und viele weitere Fragen dürfen durch das christliche Menschenbild informiert sein.

Religion frei wechseln

Artikel 18 der AEMR fährt fort: „[D]ieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln“. Viele Länder in Asien und Afrika missachten dieses Recht durch Blasphemie- und Konversionsverbote. Allein in Indien war ADF India nur im Jahr 2021 in 505 Fälle involviert.

In Nigeria ist die Lage vielerorts noch schlimmer. 4650 nigerianische Christen wurden 2021 getötet, mehr als in allen anderen Ländern der Welt zusammen. Deswegen ist der Einsatz für Religionsfreiheit in dem westafrikanischen Land besonders wichtig.

Religion frei und öffentlich ausüben

Schließlich schützt das Völkerrecht auch die Freiheit, „seine Religion […] allein oder in Gemeinschaft mit anderen in der Öffentlichkeit oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung eines Ritus zu bekunden.“ (so Art. 18 AEMR, ähnlich auch Art. 9 EMRK und weitere Rechteerklärungen). Allerdings ist die öffentliche Ausübung des Glaubens auch in Europa immer wieder unter Druck. So verstoßen z.B. staatliche Gottesdienstverbote klar gegen dieses Grundrecht.

Die völkerrechtlichen Verträge und nationalen Gesetze zur Religionsfreiheit schützen auch die kirchliche Selbstverwaltung und Autonomie. Kirchen und Religionsgemeinschaften haben die Freiheit sich selbst zu verwalten und beispielsweise Personalentscheidungen gemäß den Vorstellungen der Gemeinschaft zu treffen.

  • DE: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“ (Art. 4 (1) GG)

  • AT: „Jede gesetzlich anerkannte Kirche und Religionsgesellschaft hat das Recht der gemeinsamen öffentlichen Religionsübung“. (Art. 15 StGG)

  • CH: „Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist gewährleistet.“ (Art. 15 (1) BV)

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Zensiert: Wie europäische “Hassrede”-Gesetze die Meinungsfreiheit bedrohen Broschiert 

von Paul Coleman

Was ist das Recht auf Meinungsfreiheit noch wert – wenn es jederzeit durch „Hassrede“-Gesetze eingeschränkt werden kann, wie sie in ganz Europa zu finden sind? Und wer entscheidet darüber, was Sie noch sagen dürfen? Paul Coleman, Geschäftsführer und leitender Anwalt von ADF International, hat eine beeindruckende und alarmierende Sammlung europäischer „Hassrede“-Gesetze zusammengetragen und die mehr als 50 realen Rechtsfälle aus ganz Europa zeigen: Die Grenzen des Sagbaren werden schon lange schleichend enger gesetzt.

FÄLLE ZUM THEMA RELIGIONSFREIHEIT
Yahaya, Sufi-Muslim musician

Yahaya Sharif-Aminu

Yahaya Sharif-Aminu, ein nigerianischer Sufi-Musiker, klagt vor dem Obersten Gerichtshof Nigerias gegen das Blasphemie-Gesetz des Bundesstaates Kano in Nordnigeria, nach dem er zum Tode verurteilt wurde.

Andreas Kersten

In Berlin steht der Apotheker Andreas Kersten vor Gericht. Grund dafür ist seine Weigerung aus Gewissensgründen in seiner Apotheke in Berlin die „Pille danach“ zu verkaufen, woraufhin die Apothekerkammer Berlin 2018 rechtliche Schritte gegen ihn einleitete.
Sudan Christen

Sudanesisches Ehepaar nach Konversion zum Christentum vor Gericht

Nada und ihr Mann Hamouda1, ein zum Christentum konvertiertes Ehepaar aus dem Sudan, stehen aktuell trotz der Entkriminalisierung von Apostasie im Sudan aufgrund ihrer Konversion vor Gericht.
Shagufta und Shafqat

Shagufta und Shafqat

Sieben Jahre lang saßen Shagufta und Shafqat im Todestrakt. Das christliche Ehepaar aus Pakistan wurden aufgrund falscher Anschuldigung zum Tode verurteilt. 2021 hob der Lahore High Court das Todesurteil auf. Mit der Unterstützung durch ADF International gelangte das Paar sicher nach Europa.
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Lebensschutz

Wir verteidigen das Recht auf Leben jedes Menschen

„Jeder Mensch hat das Recht auf Leben“

§

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Artikel 3

Wir schützen das Recht auf Leben

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wir schützen das Recht auf Leben als das fundamentalste Grundrecht.

Wir waren und sind in über 500 Fällen involviert, die Leben und Würde schützen

„Aus Artikel 3 der AEMR kann kein Recht auf Sterben abgeleitet werden. Der Staat ist verpflichtet das Leben zu schützen.“

Dr. Lidia Rieder
Juristin und Legal Officer
bei ADF International

Recht auf Leben

Das Recht auf Leben ist die conditio sine qua non der Grundrechte. Anders gesagt: Das Recht auf Leben ist nicht alles, aber ohne das Recht auf Leben ist alles nichts. Viele geschützte Rechtsgüter können nach einer Verletzung wiederhergestellt werden – ein einmal verlorenes Leben hingegen nicht.

Deswegen setzen wir uns für den Schutz des Lebens und der unveräußerlichen Menschenwürde ein, vom Beginn des Lebens bei der Verschmelzung von Spermium und Eizelle bis zum natürlichen Tod.

unterschiedslose Grundrechte

Nach der schrecklichen Erfahrung der „Entmenschlichung“ definierter Personengruppen im 20. Jahrhundert entschied die Völkergemeinschaft, jedem Menschen unterschiedslos und ohne Bedingungen Grundrechte zu garantieren. Das erste davon ist das Recht auf Leben. Die meisten Menschenrechtsdokumente nennen es darum ganz am Anfang ihrer Aufzählung.

Darum kann es schon allein aus grundrechtlicher Sicht kein „Recht” auf Abtreibung oder Euthanasie geben. Solche Forderungen stehen komplett im Widerspruch zur Völkerrechtsordnung. Unabhängig von Entwicklungsstatus oder sonstigen willkürlichen Kriterien hat jeder Mensch eine unantastbare Würde.

Würde unabhängig von Alter und Geschlecht

Darum engagieren wir uns beispielsweise in Indien für das Lebensrecht jedes Menschen und setzen uns gegen selektive vorgeburtliche Kindstötung von Mädchen ein. Ungerechte Behandlung von Frauen beginnt im Mutterleib.

Das Drama von Euthanasie und assistiertem Suizid ist auch in Europa angekommen. In Belgien starben in den letzten ca. 20 Jahren bereits 30000 Menschen – Tendenz steigend – durch eine Giftspritze, darunter auch Minderjährige.

Zunehmend ist auch der zivilgesellschaftliche Einsatz für den Schutz des Lebens unter Beschuss. Vielerorts wird Gebet und Hilfsangebot in der Nähe von Abtreibungsbezogenen Einrichtungen eingeschränkt. Ärzte, Apotheker und medizinisches Personal müssen um ihre Gewissensfreiheit fürchten. Und immer häufiger werden Lebensschutzbotschaften Opfer von Zensur. Deswegen brauchen Grundrechte immer häufiger auch in Bezug auf das Lebensrecht juristischen Schutz.

  • DE: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. (Art. 2 (2) GG)

  • AT: „Ungeborne Kinder haben von dem Zeitpuncte ihrer Empfängniß an, einen Anspruch auf den Schutz der Gesetze. In so weit es um ihre und nicht um die Rechte eines Dritten zu thun ist, werden sie als Geborne angesehen“. (§22 ABGB)

  • CH: Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. (Art. 10 (1) BV

Hat jemand Ihr Recht auf Leben verletzt? Wurde bei jemandem den Sie kennen das Recht auf Leben verletzt? Melden Sie sich bei uns!

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Zensiert: Wie europäische “Hassrede”-Gesetze die Meinungsfreiheit bedrohen Broschiert 

von Paul Coleman

Was ist das Recht auf Meinungsfreiheit noch wert – wenn es jederzeit durch „Hassrede“-Gesetze eingeschränkt werden kann, wie sie in ganz Europa zu finden sind? Und wer entscheidet darüber, was Sie noch sagen dürfen? Paul Coleman, Geschäftsführer und leitender Anwalt von ADF International, hat eine beeindruckende und alarmierende Sammlung europäischer „Hassrede“-Gesetze zusammengetragen und die mehr als 50 realen Rechtsfälle aus ganz Europa zeigen: Die Grenzen des Sagbaren werden schon lange schleichend enger gesetzt.

Rede Frei


Die Broschüre ist in Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Allianz in Deutschland, der Juristenvereinigung Christ und Jurist e.V. und ADF International entstanden. Sie möchte ein Praxisleitfaden zu den deutschen und europäischen Gesetzen zum Schutz der Meinungs-, Glaubens- und Bekenntnisfreiheit sein und erläutert ihre Anwendung in verschiedenen Lebenssituationen. Persönliche Glaubensüberzeugungen dürfen in der Öffentlichkeit – am Arbeitsplatz, an der Hochschule oder online – frei gelebt werden. Mehr noch: Sie genießen rechtlichen Schutz! Selbstverständlich sind die rechtlichen Schranken, insbesondere die Rechte anderer zu beachten. Die Broschüre soll dazu ermutigen, die Glaubens- und Meinungsfreiheit aktiv wahrzunehmen.

FÄLLE ZUM THEMA LEBENSSCHUTZ

Andreas Kersten

In Berlin steht der Apotheker Andreas Kersten vor Gericht. Grund dafür ist seine Weigerung aus Gewissensgründen in seiner Apotheke in Berlin die „Pille danach“ zu verkaufen, woraufhin die Apothekerkammer Berlin 2018 rechtliche Schritte gegen ihn einleitete.

Indiens verlorene Töchter

Schon lange vor der Geburt bis ins Erwachsenenalter: Eine Frau zu sein, kann in Südasien lebensbedrohlich werden. Bhavna*, eine junge Mutter in Dhanbad, im indischen Bundesstaat Jharkhand, hat diese Art von Diskriminierung am eigenen Leib erfahren. Sie wurde von ihrem Ehemann und ihren Schwiegereltern verstoßen, nachdem sie im Mai 2020 statt einem Jungen ein Mädchen zur Welt gebracht hatte. Schon während der Schwangerschaft wurde sie von ihrem Mann und dessen Eltern körperlich misshandelt. Bhavna bat dann ADF India um Unterstützung.
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