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„Jede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens-, und Religionsfreiheit“

§

Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention

Wir schützen Religionsfreiheit

Das Recht auf Religionsfreiheit schließt die Freiheit ein, seinen Glauben öffentlich oder privat zu bekennen.  

Mit unserem Fokus auf Religionsfreiheit waren wir in mehr als 2500 Fällen zu dem Thema beteiligt.

„Jeder Mensch sollte seinen Glauben in Freiheit leben können und niemand zu etwas gezwungen werden, das seinem Glauben widerspricht.“

DR. FELIX BÖLLMANN
Rechtsanwalt und
Senior Counsel bei
ADF International
Sudan Christen

„Jede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens-, und Religionsfreiheit“

§

Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention

Wir schützen Religionsfreiheit

Das Recht auf Religionsfreiheit schließt die Freiheit ein, seinen Glauben öffentlich oder privat zu bekennen.  

Mit unserem Fokus auf Religionsfreiheit waren wir in mehr als 2500 Fällen zu dem Thema beteiligt.

„Jeder Mensch sollte seinen Glauben in Freiheit leben können und niemand zu etwas gezwungen werden, das seinem Glauben widerspricht.“

DR. FELIX BÖLLMANN
Rechtsanwalt und
Senior Counsel bei
ADF International

Sudanesisches Ehepaar nach Konversion zum Christentum vor Gericht

#EndPersecutionNow

Thema | Religiöse Verfolgung

Nada und ihr Mann Hamouda, ein zum Christentum konvertiertes Ehepaar aus dem Sudan, stehen aktuell trotz der Entkriminalisierung von Apostasie im Sudan aufgrund ihrer Konversion vor Gericht. Im Falle eines Schuldspruchs könnten sie zu jeweils 100 Peitschenhieben verurteilt werden. Hamouda droht außerdem eine einjährige Verbannung sowie die Ausweisung aus dem Sudan.

Sowohl unter sudanesischem Recht als auch nach dem Völkerrecht haben Nada und Hamouda das Recht, sich frei für ihren Glauben zu entscheiden und ihn zu leben. Doch Konvertiten zum Christentum sind im Sudan starkem Druck und Drohungen ausgesetzt. Gegner der Konversion setzen das Rechtssystem immer wieder als Waffe gegen Menschen sein, die keine Straftat begangen haben. Das Zusammenspiel von Scharia und Zivilgerichten zeigt das in diesem Fall.

Miriam Ibrahim ist zu einer Sprecherin für verfolgte sudanesische Konvertiten geworden. 2014 wurde sie nach Scharia Recht wegen Apostasie zum Tode verurteilt, weil sie mit einem Christen verheiratet war. Obwohl sie im achten Monat schwanger war, wurde sie ausgepeitscht und in Erwartung ihrer Todesstrafe inhaftiert, bevor sie schließlich doch freigelassen wurde und in den USA Zuflucht fand.

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„Jeder sollte seinen Glauben frei wählen und ausleben können, ohne rechtliche Sanktionen für sein persönliches Leben befürchten zu müssen. Wir fordern die Gerichte auf, Konvertiten zu schützen, anstatt sie zu bestrafen.“

– Kelsey Zorzi, Director of Advocacy for Global Religious Freedom

Details zum Fall

Als Nada und Hamouda 2016 heirateten, waren sie beide Muslime. Als Hamouda 2018 zum Christentum konvertierte, begann Nadas Familie ihm zu drohen und versuchte zu erreichen, dass die Ehe durch ein Scharia Gericht aufgelöst werde. Zu diesem Zeitpunkt stand auf Apostasie unter sudanesischem Recht noch die Todesstrafe, was den Druck auf das Paar, sich zu trennen, noch erhöhte. In Folge von Hamoudas Konversion erklärte das Scharia Gericht die Ehe für ungültig, und Nada zog mit den beiden gemeinsamen Kindern zu ihrer Familie. 2020 wurde Apostasie im Sudan entkriminalisiert. Kurz darauf konvertierte auch Nada zum Christentum und kehrte mit den Kindern zu ihrem Mann zurück.

Das Paares betrachtet die Auflösung ihrer Ehe durch das Scharia Gericht als ungültig, da diese nur auf Druck von Nadas Familie durchgesetzt wurde, und es Nada zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war zu konvertieren. In Anbetracht der Rechtslage hätte sie im Falle einer Konversion mit schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, wenn man sie der Apostasie beschuldigt hätte. Nachdem Nada konvertiert und zu ihrem Mann zurückgekehrt war, machte ihr Bruder seine Drohungen gegen Nada tatsächlich wahr, und erstattete bei den sudanesischen Strafbehörden Anzeige wegen Ehebruchs. Nada und Hamouda droht jeweils eine Strafe von 100 Peitschenhieben, wobei Hamouda zusätzlich mit einer Strafe von einem Jahr Verbannung zu rechnen hat.

Der Leidensweg von Mariam Ibrahim

Nur 4,4 % der 44,6 Millionen Einwohner des Sudan sind Christen. Nach Angaben von OpenDoors sind christliche Frauen und Mädchen im Sudan, insbesondere Konvertitinnen, aufgrund ihres Glaubens von Vergewaltigung, Zwangsheirat und häuslicher Gewalt bedroht. Konvertitinnen werden auch vom Erbrecht ausgeschlossen und gezwungen, sich von ihren Ehemännern scheiden zu lassen.

Im Sudan gab es in den letzten Jahren große politische Veränderungen. Bis vor kurzem wurde Apostasie strafrechtlich verfolgt und Anklagen wegen Ehebruchs wurden verwendet, um Konvertiten zu bestrafen, wie im berühmten Fall von Mariam Ibrahim. Die acht Monate schwangere Miriam Ibrahim wurde nach sudanesischem Scharia Recht ausgepeitscht und zum Tode verurteilt und, weil sie mit einem Christen verheiratet war. Mariam war gezwungen, ihre kleine Tochter in einer Gefängniszelle zu gebären, in der sie mit ihrem anderen einjährigen Kind eingesperrt war. Heute setzt sie sich für das Recht aller Menschen ein, ihren Glauben frei und ohne Angst vor Verfolgung zu leben:

„Ich habe die schmerzhafte Erfahrung einer christlichen Frau gemacht, die für ihren Glauben ins Gefängnis geworfen wurde. Es macht mich traurig, dass die Gerichte auch nach der Entkriminalisierung der Apostasie religiöse Minderheiten, insbesondere christliche Konvertiten, immer noch nicht schützen. Es gibt viele andere, die wie Nada und Hamouda leiden, weil sie wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Der Sudan muss die Religionsfreiheit und alle, die sie ausüben wollen, schützen. Die internationale Gemeinschaft muss sich für Nada und Hamouda einsetzen, so wie sie es in meinem Fall getan hat”, sagte Mariam Ibrahim.

Gerichtsverfahren „als Waffe“ zur Verfolgung von Konvertiten

Nach einer Revolution im Jahr 2019 sah es so aus, als würde sich die Lage der Religionsfreiheit im Sudan verbessern, unter anderem durch die Entkriminalisierung der Apostasie. Doch seit einem Militärputsch im Oktober 2021 ist ein Großteil dieser Fortschritte wieder in Gefahr.

“Gerichtsverfahren sollten nicht als Waffe zur Verfolgung von Konvertiten eingesetzt werden. Obwohl die Apostasie im Sudan entkriminalisiert wurde, werden christliche Konvertiten immer noch verfolgt. Der Fall von Nada und Hamouda wird zeigen, ob die Gerichte die sudanesischen Rechtsreformen zur Religionsfreiheit, die während der Übergangsregierung im Jahr 2020 durchgeführt wurden, anerkennen und schützen werden.”, sagt Sean Nelson, Rechtsberater von ADF International.

“Der Sudan ist eines der wenigen Länder, das von der Liste der besonders besorgniserregenden Länder der Vereinigten Staaten gestrichen wurde, nachdem es fast zwanzig Jahre in Folge (1999-2018) als solches eingestuft worden war. Es wäre ein massiver Schlag für die Leidtragenden im Sudan und die internationale Menschenrechtsgemeinschaft, wenn der Sudan in seinen Fortschritten in Sachen Religionsfreiheit nachlassen würde. ADF International und andere Menschenrechtsorganisationen werden diesen Fall und andere ähnliche Fälle, die die Religionsfreiheit von Einzelpersonen im Sudan bedrohen, genau beobachten”, sagt Kelsey Zorzi, Direktorin von Advocacy for Global Religious Freedom.

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