{"id":88403,"date":"2024-06-26T13:39:04","date_gmt":"2024-06-26T13:39:04","guid":{"rendered":"https:\/\/adfinextstg.wpenginepowered.com\/?post_type=case&#038;p=88403"},"modified":"2026-05-19T15:26:00","modified_gmt":"2026-05-19T15:26:00","slug":"schweiz-transgender-fall-de","status":"publish","type":"case","link":"https:\/\/adfinternational.org\/de\/fall\/schweiz-transgender-fall-de\/","title":{"rendered":"Schweizer Transgender-Fall"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"h-die-hochste-gerichtsbarkeit-der-schweiz-hat-entschieden-dass-eltern-die-von-ihrer-tochter-getrennt-wurden-weil-sie-deren-geschlechtswechsel-nicht-befurworten-die-rechtliche-geschlechtsanderung-ihres-kindes-ermoglichen-mussen-andernfalls-konnten-ihnen-strafrechtliche-konsequenzen-drohen\">Die h\u00f6chste Gerichtsbarkeit der Schweiz hat entschieden, dass Eltern, die von ihrer Tochter getrennt wurden, weil sie deren \u201eGeschlechtswechsel\u201c nicht bef\u00fcrworten, die rechtliche \u201eGeschlechts\u00e4nderung\u201c ihres Kindes erm\u00f6glichen m\u00fcssen \u2013 andernfalls k\u00f6nnten ihnen strafrechtliche Konsequenzen drohen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem die Eltern den Fall bis an das Schweizer Bundesgericht brachten, verpflichtete sie das Gericht, die Personaldokumente ihrer Tochter f\u00fcr den rechtlichen Geschlechtswechsel herauszugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das minderj\u00e4hrige M\u00e4dchen hat nun die gesetzliche \u00c4nderung ihres Geschlechts und Vornamens im Personenregister beantragt.&nbsp;Sie wird auch dazu ermutigt, eine physische Geschlechtsumwandlung zu untergehen, durch gegengeschlechtliche Hormone und \u00fcbergriffige chirurgische Eingriffe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammen mit einem Partneranwalt unterst\u00fctzte ADF International die Eltern vor Gericht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir wollen, dass unsere Tochter nach Hause kommt. Wir lieben sie und wollen nur das Beste f\u00fcr sie. Wir vermissen sie.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><cite>&#8211; Die Mutter <\/cite><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zusammenfassung-des-falls\">Zusammenfassung des Falls<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz vor ihrem 14. Geburtstag \u00e4u\u00dferte das M\u00e4dchen im Kontext bestehender psychischer Schwierigkeiten, dass ihre \u201aGeschlechtsidentit\u00e4t\u2018 m\u00e4nnlich sei. Ihre Eltern waren die ganze Zeit \u00fcber bereit zu verstehen, wie es ihr ging und \u00e4rztlichen Rat zu suchen sowie professionelle Unterst\u00fctzung bereitzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Coronapandemie hatte das junge M\u00e4dchen viel Zeit zur\u00fcckgezogen in ihrem Zimmer und online verbracht.\u202fNach dem Lockdown f\u00f6rderte die Schule und dessen Personal das Konzept der \u201aVielfalt\u2018, einschlie\u00dflich der Transgender-Ideologie, auf sehr intensive Weise und kn\u00fcpften Kontakt zu einer Transgender-Lobbygruppe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-gender-einhorn\">Das Gender-Einhorn<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eltern schickten der Schule wissenschaftliche peer-reviewed Studien und wiesen sie auf neue Gesetze in verschiedensten L\u00e4ndern hin, die sich vom reinen transaffirmativen Ansatz verabschiedeten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraufhin kontaktierte die Schule das Jugendamt (Service de Protection de Mineurs, SPMI) und eine staatlich finanzierte LGBT-Organisation, \u2588\u2588\u2588\u2588\u2588. In einem von der Schule einberufenen Termin mit \u2588\u2588\u2588\u2588\u2588 wurden die Eltern des Missbrauchs beschuldigt, weil sie eine psychotherapeutische Behandlung vorgezogen hatten. Sp\u00e4ter sagte das Jugendamt zu den Eltern, sie sollten \u201eeinfach akzeptieren, dass Sie einen Sohn haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-eltern-ohne-sorgerecht-und-mit-horrenden-anwaltskosten-vor-gericht\">Eltern ohne Sorgerecht und mit horrenden Anwaltskosten vor Gericht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar 2023 brachte das Jugendamt den Fall vor das TPAE (Tribunal de protection de l\u2019adulte et de l\u2019enfant), dem Schweizer Gericht, das auf Kantonebene f\u00fcr die F\u00e4lle von Minderj\u00e4hrigen verantwortlich ist. Der Fall beruht auf der fehlenden Zustimmung der Eltern zur \u201aTransition\u2018 ihrer Tochter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die LGBT-Organisation unterst\u00fctzt, fordert das Jugendamt das Gericht auf, den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht ihrer Tochter zu entziehen, da sie keine \u201eangemessene Behandlung\u201c f\u00fcr ihre Tochter bereitstellen w\u00fcrden. Als angemessene Behandlung gilt f\u00fcr sie nur die vom Krankenhaus geforderte \u201agenderaffirmative Behandlung\u2018, also die \u201asoziale Transition\u2018 und die Einnahme von cross-sex Hormonen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa zur selben Zeit brachte der Schulpsychologe das M\u00e4dchen unter dem Vorwand eines Suizidrisikos ins Krankenhaus. Das junge M\u00e4dchen hatte Selbstmord w\u00e4hrend ihrer w\u00f6chentlichen Sitzungen bei ihrer psychologischen Betreuung nie erw\u00e4hnt und das Suizidrisiko wurde bei ihr als sehr niedrig eingestuft. Dennoch blieb sie eine Woche im Krankenhaus. Nach ihrer Entlassung kehrte sie nicht zu ihren Eltern zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-staatliche-unterkunft-statt-ein-zuhause\">Staatliche Unterkunft statt ein zuhause<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Zwischenzeit erwirkte das Jugendamt mit dem Gericht eine vorl\u00e4ufige Entscheidung: Die Tochter soll von den Eltern getrennt und in einer staatlichen Unterkunft untergebracht werden. Zudem soll jetzt das Jugendamt \u00fcber ihre medizinische Behandlung entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz davor lie\u00dfen die Eltern ihre Tochter durch eine weitere private Psychiaterin untersuchen, die bei ihr eine Psychopathologie feststellte, die eine dringende und kontinuierliche Therapie erfordere. Daher wollten sich die Eltern daf\u00fcr einsetzen, dass ihre Tochter weiterhin psychologisch betreut wird. Zu diesem Zeitpunkt wurde ihre Tochter jedoch in einer staatlichen Unterkunft gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit April 2023 lebt das junge M\u00e4dchen dort, ohne bekanntes Enddatum. Nach einem Besuch sprachen sich die Eltern besorgt dar\u00fcber aus, dass sich der Gesundheitszustand ihrer Tochter deutlich und rapide verschlechtere, seit sie in der Unterkunft lebe. Ihre Tochter k\u00f6nnen sie nur sehen, wenn es das Personal der Unterkunft erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-psychologische-behandlung-gestoppt\">Psychologische Behandlung gestoppt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die psychologische Behandlung, die von den Eltern organisiert wurde, brach die Tochter ab \u2013 nachdem die LGBT-Organisation ihre Psychotherapeutin als \u201etransphob\u201c bezeichnet hatte. Das Jugendamt veranlasste die Verlegung ihrer Behandlung in das \u00f6ffentliche Krankenhaus (HUG).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Juni 2023 erlie\u00df das TPAE eine Entscheidung, die seinen vorl\u00e4ufigen Beschluss best\u00e4tigt. Die Tochter bleibt in einer staatlichen Unterkunft und das Jugendamt darf \u00fcber die medizinische Behandlung des M\u00e4dchens entscheiden. Die Eltern legten Berufung ein und erreichten, dass das TPAE die rechtliche Befugnis \u00fcber die medizinische Behandlung des M\u00e4dchens an den Staat abtrat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen August und September konsultierte das TPAE das Krankenhaus HUG, vers\u00e4umte es aber, die psychiatrischen Fachkr\u00e4fte zu kontaktieren, die die Eltern mit der Behandlung ihrer Tochter beauftragt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir sind untr\u00f6stlich\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Berufung nahm das TPAE die Entscheidung zur\u00fcck, dem Staat die medizinische Befugnis \u00fcber die Tochter zu \u00fcbertragen. Der Richter ermutigte das Jugendamt in einem Schreiben, die \u201agenderaffirmative Behandlung\u2018 der Tochter im HUG Sante Jeune wieder aufzunehmen, obwohl die Eltern im M\u00e4rz und April 2023 einen neuen Psychiater aufgesucht hatten, der die Fortsetzung der psychiatrischen Behandlung ihrer Tochter empfahl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 28. Februar 2024 entschied das Gericht, dass die Eltern Personaldokumente aush\u00e4ndigen m\u00fcssen, damit ihre Tochter ihr Geschlecht legal \u00e4ndern kann. Die Eltern legten gegen diese Entscheidung Berufung ein, verloren jedoch im Juli 2024. Sie legten erneut Berufung ein, doch im November 2024 wies der Oberste Gerichtshof ihre Berufung mit der Begr\u00fcndung zur\u00fcck, der Schweizer Gesetzgeber habe die Angelegenheit angemessen behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vater des Kindes reagierte auf das Urteil: \u201eWir sind untr\u00f6stlich. Wir lieben unsere Tochter und wollen nur das Beste f\u00fcr sie. Wir wissen, dass diese Entscheidung nicht in ihrem besten Interesse ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tochter hat nun einen Antrag auf offizielle \u00c4nderung des Geschlechtseintrags in ihren juristischen Dokumenten gestellt. Der Kampf der Eltern um das Sorgerecht geht vor dem erstinstanzlichen Gericht weiter. Sie bem\u00fchen sich auch um eine Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, um endlich eine angemessene Behandlung f\u00fcr ihr Kind zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-schweiz-verletzt-internationales-recht\">Die Schweiz verletzt internationales Recht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das internationale Recht verbietet die Trennung eines Kindes von den Eltern gegen deren Willen, au\u00dfer im Fall eines Missbrauchs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDurch die Trennung des M\u00e4dchens von ihren Eltern verletzen die Schweizer Beh\u00f6rden klar internationales und Schweizer Recht. Die Eltern haben nichts falsch gemacht und es besteht keinerlei Verpflichtung f\u00fcr sie, den gef\u00e4hrlichen Transitionsma\u00dfnahmen zuzustimmen\u201c, sagte Dr. Felix B\u00f6llmann, Leiter der europ\u00e4ischen Rechtsabteilung bei ADF International. Eltern h\u00e4tten das Recht und die Pflicht, ihre Kinder zu sch\u00fctzen \u2013 egal ob vor physischen oder psychischen Gefahren. Das gelte auch f\u00fcr gef\u00e4hrliche Ideologien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Schweiz muss jetzt schnell handeln und erm\u00f6glichen, dass das Kind zu den Eltern zur\u00fcckkehren kann. Die skandal\u00f6sen Vorf\u00e4lle und Handlungen der Schule, des Jugendamts und des Krankenhauses, die diesen Alptraum erm\u00f6glicht haben, m\u00fcssen Konsequenzen haben\u201c, so B\u00f6llmann weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brisanz gewinnt der Fall durch die Enth\u00fcllungen der\u202fWPATH-Files\u202fund den ver\u00f6ffentlichten\u202fCass Report\u202fletztes Jahr. Die durchgesickerten Ver\u00f6ffentlichungen von Hunderten von Beitr\u00e4gen aus einem internen Messaging-Forum der WPATH (World&nbsp; Professional Association for Transgender Health, etwa Weltfachverband f\u00fcr Transgender-Gesundheit) zeigen Verunsicherungen bei der medizinischen Versorgung von sogenannten Transgender-Personen. Der Cass Report ist eine umfassende unabh\u00e4ngige Untersuchung der britischen Kinder\u00e4rztin Hilary Cass, die zu \u201e\u00e4u\u00dferster Vorsicht\u201c bei der Behandlung von Minderj\u00e4hrigen durch Hormontherapien und Geschlechtsumwandlung aufruft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die h\u00f6chste Gerichtsbarkeit der Schweiz hat entschieden, dass Eltern, die von ihrer Tochter getrennt wurden, weil sie deren \u201eGeschlechtswechsel\u201c nicht bef\u00fcrworten, die rechtliche \u201eGeschlechts\u00e4nderung\u201c ihres Kindes erm\u00f6glichen m\u00fcssen \u2013 andernfalls k\u00f6nnten ihnen strafrechtliche Konsequenzen drohen. 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