{"id":89193,"date":"2026-06-24T08:49:15","date_gmt":"2026-06-24T08:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/adfinextstg.wpenginepowered.com\/?post_type=press_release&#038;p=89193"},"modified":"2026-06-25T09:04:38","modified_gmt":"2026-06-25T09:04:38","slug":"nach-angriffen-auf-kirchen-in-der-dr-kongo-klage-vor-ostafrikanischem-gerichtshof-eingereicht","status":"publish","type":"press_release","link":"https:\/\/adfinternational.org\/de\/news\/nach-angriffen-auf-kirchen-in-der-dr-kongo-klage-vor-ostafrikanischem-gerichtshof-eingereicht\/","title":{"rendered":"Nach Angriffen auf Kirchen in der DR Kongo: Klage vor ostafrikanischem Gerichtshof eingereicht"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verfechter der Religionsfreiheit fordern ein Ende der Angriffe sowie eine finanzielle Entsch\u00e4digung f\u00fcr den Wiederaufbau zerst\u00f6rter Kirchen. ADF International unterst\u00fctzt den Fall rechtlich.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Die anhaltenden Angriffe in der Region richten sich gegen die christlichen Gemeinschaften der Banyamulenge und bedrohen die zentralen Grundlagen ihres Glaubenslebens.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>NAIROBI\u00a0(24. Juni 2026) &#8211;<\/strong>\u00a0Christliche Gemeinschaften in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) k\u00f6nnen ihren Glauben nach einer Reihe gezielter Angriffe, bei denen Kirchen und andere religi\u00f6se St\u00e4tten zerst\u00f6rt wurden, nicht mehr frei aus\u00fcben.\u00a0Mit einer Klage vor dem Ostafrikanischen Gerichtshof wollen Anw\u00e4lte erreichen, dass die DR Kongo Verantwortung f\u00fcr die Sch\u00e4den an christlichen St\u00e4tten der Banyamulenge in Uvira \u00fcbernimmt. Zudem fordern sie Entsch\u00e4digung f\u00fcr den Wiederaufbau der Gottesh\u00e4user, die bei gezielten Angriffen im Januar 2026 zerst\u00f6rt wurden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Angriffe haben Menschenleben gefordert und schwere Sch\u00e4den hinterlassen. Und sie haben das religi\u00f6se Leben der betroffenen Gemeinden schwer beeintr\u00e4chtigt:&nbsp;Viele Gl\u00e4ubige haben durch die Zerst\u00f6rung ihrer Kirchen keinen sicheren Ort mehr, an dem sie Gottesdienst feiern, gemeinsam beten oder als Glaubensgemeinschaft zusammenkommen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Folgen ethnisch und religi\u00f6s motivierter Gewalt reichen weit \u00fcber die unmittelbaren Zerst\u00f6rungen hinaus.\u00a0Sie hinterlassen tiefe Wunden in den betroffenen Gemeinschaften. F\u00fcr die Christen der Banyamulenge in der Demokratischen Republik Kongo\u00a0bedeutet das: Ihr Recht, ihren Glauben zu praktizieren, sich zu versammeln und als Gemeinde zu leben, ist erheblich eingeschr\u00e4nkt.&#8220;<\/p>\n<cite>\u2014 Sean Nelson,\u00a0Leitender Rechtsanwalt bei ADF International im Team f\u00fcr weltweite Religionsfreiheit<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 18. Januar 2026 kam es zum ersten Angriff, nachdem die Streitkr\u00e4fte der Demokratischen Republik Kongo und verb\u00fcndete Milizen die Stadt Uvira von den M23-Rebellen zur\u00fcckerobert hatten. Die Rebellen hatten die Stadt zuvor monatelang besetzt gehalten. Nach der R\u00fcckeroberung begannen Angeh\u00f6rige der neu eingetroffenen Streitkr\u00e4fte jedoch, gezielt f\u00fcnf christliche Kirchen sowie weitere religi\u00f6se Einrichtungen zu zerst\u00f6ren, die von der Banyamulenge-Gemeinschaft genutzt wurden. Auch mehr als 70 H\u00e4user von Banyamulenge wurden zerst\u00f6rt. Die Banyamulenge sind kongolesische Tutsi, denen militante und radikale Hutu-Gruppen f\u00e4lschlicherweise Sympathien f\u00fcr ausl\u00e4ndische Kr\u00e4fte unterstellen. Nach Darstellung der Kl\u00e4ger richteten sich die Angriffe gezielt gegen zentrale Orte des christlichen Glaubenslebens der Banyamulenge in Uvira, mit dem Ziel, ihre ethnisch-religi\u00f6se Identit\u00e4t zu schw\u00e4chen oder auszul\u00f6schen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ADF International fordert gemeinsam mit lokalen Rechtsbeist\u00e4nden und betroffenen Gemeinden die Beh\u00f6rden der Demokratischen Republik Kongo&nbsp;auf, gef\u00e4hrdete Glaubensgemeinschaften besser zu sch\u00fctzen und weitere Angriffe unverz\u00fcglich zu verhindern. ADF International unterst\u00fctzt&nbsp;zugleich&nbsp;das Verfahren vor dem Ostafrikanischen Gerichtshof. Die Klage wurde am 11. M\u00e4rz 2026 bei der Zweigstelle des Gerichts in Nairobi eingereicht. Beigef\u00fcgt sind eidesstattliche Erkl\u00e4rungen von Leitern und Mitgliedern der betroffenen Kirchengemeinden in Uvira.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDie DR Kongo muss jetzt handeln, weitere Gewalt verhindern, Verantwortung \u00fcbernehmen und den Wiederaufbau zerst\u00f6rter Kirchen und religi\u00f6ser Einrichtungen unterst\u00fctzen<\/em>\u201c, sagte Innocent Nteziryayo, Rechtsbeistand der Kirchen vor dem Ostafrikanischen Gerichtshof und Vertreter der Banyamulenge-Gemeinschaft. \u201e<em>Die Banyamulenge m\u00fcssen nicht nur ihre H\u00e4user wieder aufbauen k\u00f6nnen, sondern auch jene Kirchen und Einrichtungen, die ihr geistliches und gemeinschaftliches Leben tragen.\u201c<\/em>&nbsp;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NAIROBI\u00a0(24. 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