{"id":90328,"date":"2026-07-17T12:46:25","date_gmt":"2026-07-17T12:46:25","guid":{"rendered":"https:\/\/adfinternational.org\/?post_type=press_release&#038;p=90328"},"modified":"2026-07-20T10:31:54","modified_gmt":"2026-07-20T10:31:54","slug":"un-alarm-zu-gewalt-gegen-christinnen-in-nigeria","status":"publish","type":"press_release","link":"https:\/\/adfinternational.org\/de\/news\/un-alarm-zu-gewalt-gegen-christinnen-in-nigeria\/","title":{"rendered":"UN-Alarm zu Gewalt gegen Christinnen in Nigeria"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>UN-Experten prangern verst\u00e4rkt Muster religi\u00f6s motivierter Gewalt an, die unter Christen vor allem Frauen und M\u00e4dchen trifft<\/li>\n\n\n\n<li>Alliance Defending Freedom (ADF) International mahnt Nigerias vertragliche Pflichten an, die Religionsfreiheit zu gew\u00e4hrleisten und T\u00e4ter zu bestrafen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>GENF\/WIEN (17. Juli 2026) <\/strong>\u2013 F\u00fcnf UN-Sonderberichterstatter prangern in einem Text an die nigerianische Regierung ein klares Muster religi\u00f6s motivierter Gewalt an, das christliche Gemeinschaften im Norden und im Mittleren G\u00fcrtel Nigerias besonders trifft. Frauen und M\u00e4dchen seien einem \u201eerh\u00f6hten Risiko religi\u00f6s motivierter Angriffe radikalislamistischer Milizen\u201c ausgesetzt \u2013 einschlie\u00dflich Entf\u00fchrungen, Zwangskonversionen, Kinderheirat und sexueller Gewalt. Auch in Lagern f\u00fcr Binnenvertriebene seien Christinnen stark gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Experten kritisieren, Nigeria missachte weiterhin internationale Verpflichtungen zum Schutz von Religionsfreiheit und Sicherheit. Blasphemie-Gesetze und lokale Scharia-Auslegungen versch\u00e4rften das Klima der Gewalt. Beh\u00f6rden lie\u00dfen T\u00e4ter gew\u00e4hren und vers\u00e4umten es, Verbrechen zu untersuchen und Opfer zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-kalkulierte-brutalitat-gegen-frauen-und-madchen\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Kalkulierte Brutalit\u00e4t gegen Frauen und M\u00e4dchen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eChristen, insbesondere Frauen und M\u00e4dchen, sowie andere religi\u00f6se Minderheiten sind schwerwiegenden und systematischen Gr\u00e4ueltaten durch bewaffnete militante Gruppen ausgesetzt. Sie operieren in Teilen Nigerias seit langem ungestraft. Die internationale \u00d6ffentlichkeit hat zu lange weitgehend geschwiegen, w\u00e4hrend sich die Krise versch\u00e4rfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass sich Experten aus f\u00fcnf UN-Mechanismen zusammengeschlossen haben, ist ein bedeutender Schritt. Wir hoffen nicht nur auf mehr internationale Aufmerksamkeit f\u00fcr diese systematischen Verst\u00f6\u00dfe. Es geht auch darum, die Ursachen daf\u00fcr \u2013 wie z. B. diskriminierende rechtliche Rahmenbedingungen in dem Staat \u2013 umfassend anzugehen.\u201c<\/p>\n<cite>\u2014 Giorgio Mazzoli, Direktor der Rechtsabteilung f\u00fcr die Vereinten Nationen<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-nigeria-weltweiter-hotspot-fur-christenverfolgung\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Nigeria: Weltweiter Hotspot f\u00fcr Christenverfolgung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alliance Defending Freedom (ADF) International fordert die Regierung auf, diesen Moment f\u00fcr dringend notwendige Sicherheits- und Rechtsreformen zu nutzen. <em>\u201eWir begr\u00fc\u00dfen die Bem\u00fchungen der UN-Experten und ermutigen die Nigerianische Regierung, diesen Moment zu nutzen, um dringend Sicherheits- und Rechtsreformen voranzutreiben. Wir sind bereit, auf allen Ebenen mitzuwirken, damit die Religionsfreiheit f\u00fcr alle im Land gewahrt wird,\u201c fuhr Mazzoli fort.<\/em> Denn:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEin Feldzug des Terrors verw\u00fcstet Nigerias Norden und Zentrum: Massenflucht ist die Folge. Berichte best\u00e4tigen die bittere Bilanz: Nigeria wurde 2025 zum weltweit t\u00f6dlichsten Ort f\u00fcr Christen\u201c&nbsp;<\/p>\n<cite>\u2014 Giorgio Mazzoli, Direktor der Rechtsabteilung f\u00fcr die Vereinten Nationen<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ADF International unterst\u00fctzt Betroffene verschiedener Glaubensrichtungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Rhoda Jatau<\/strong>, eine Christin und Mutter von f\u00fcnf Kindern, wurde nach 19 Monaten Haft wegen angeblicher Blasphemie freigesprochen. Ihr \u201eVergehen\u201c: ein WhatsApp-Video, in dem sie den Lynchmord an einer christlichen Studentin verurteilte.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>David<\/strong>* (Name ge\u00e4ndert) wurde gefoltert und verurteilt, weil er zwei Konvertitinnen zur Flucht verholfen hatte. Ein Obergericht hob die Entscheidung auf.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/adfinternational.org\/de\/news\/nigerias-oberstes-gericht-lasst-musiker-in-haft\/\"><strong>Yahaya Sharif-Aminu<\/strong>,<\/a> ein Sufi-Musiker, sitzt seit \u00fcber f\u00fcnf Jahren in Haft und ist wegen einer WhatsApp-Nachricht zum Tode verurteilt. Sharif-Aminu wartet derzeit auf einen neuen Verhandlungstermin. Im Anschluss an seine letzte Anh\u00f6rung drohte ein nigerianischer Staatsanwalt, den jungen Mann \u00f6ffentlich hinzurichten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eYahaya Sharif-Aminus Fall ist eine M\u00f6glichkeit, die drakonischen Blasphemie-Gesetze abzuschaffen, die das Klima der Gewalt und Feindseligkeit gegen\u00fcber religi\u00f6sen Minderheiten, darunter auch Christen, in Nigeria erheblich versch\u00e4rfen,\u201c&nbsp;<\/p>\n<cite>\u2014 Dr. Felix B\u00f6llmann, Leiter der europ\u00e4ischen Rechtsabteilung<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den UN-Brief haben mehrere Sonderberichterstatter f\u00fcr Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen, au\u00dfergerichtliche Hinrichtungen, Minderheitenfragen und Folter&nbsp; sowie die Arbeitsgruppe f\u00fcr erzwungene Verschleppungen verfasst. Damit reagieren die Verfasser&nbsp; auf die wachsende Zahl glaubw\u00fcrdiger Berichte sowie auf die intensive Arbeit von Menschenrechts- und Religionsfreiheitsgruppen, darunter auch Alliance Defending Freedom (ADF) International. Der vollst\u00e4ndige Text wird nach Ablauf der 60-t\u00e4gigen Antwortfrist der nigerianischen Regierung ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GENF\/WIEN (17. Juli 2026) \u2013 F\u00fcnf UN-Sonderberichterstatter prangern in einem Text an die nigerianische Regierung ein klares Muster religi\u00f6s motivierter Gewalt an, das christliche Gemeinschaften im Norden und im Mittleren G\u00fcrtel Nigerias besonders trifft. 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