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Zwei Hebammen und ihr Recht auf Gewissensfreiheit

Ihr Traum war es, neues Leben in die Welt zu bringen. Deshalb bewarb sich Ellinor Grimmark 2015 um einen Job an der Klinik von Jönköping, Schweden. Sie bekam eine Zusage. In einem abschließenden Gespräch merkte sie an, dass sie nicht bei Abtreibungen assistieren möchte. Kein Problem, vorerst. Kurz nach dem Gespräch meldete sich die Klinikleitung: man könne keine Hebamme gebrauchen, die nicht bereit wäre, Abtreibungen durchzuführen. Enttäuscht bewarb sich Frau Grimmark bei einer anderen Klinik. Dort erhielt sie sofort eine Absage. Die erste Klinik hatte andere Anstalten „gewarnt“, dass es sich bei Frau Grimmark um eine christliche Aktivistin handle, die man nicht in einem Spital arbeiten lassen dürfe.

Frau Grimmark beschloss zu kämpfen. Mit Unterstützung einer Partneranwältin von ADF International ging sie in Schweden vor Gericht und klagte auf religiöse Diskriminierung. Das Gericht entschied gegen sie und damit gegen international geltendes Recht. Im europäischen Rechtssystem ist die Gewissensfreiheit fest verankert.

„Es wäre so einfach, meinem Wunsch nachzukommen. Es gibt genügend Personal, das Abtreibungen durchführt. Man wollte ganz offensichtlich ein Exempel statuieren“, sagte Ellinor. Sie bekam nicht nur ihr Recht nicht zugesprochen, sondern wurde auch noch dazu verurteilt, die Verfahrenskosten zu tragen.

Das Selbe passierte Linda Steen. Ebenfalls eine Hebamme aus Schweden, die wegen ihres Glaubens nicht bei Abtreibungen assistieren möchte und daher Schwierigkeiten im Beruf erlebte.

Nun liegt der Fall der beiden Hebammen am Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Der Gerichtshof muss entscheiden, ob er aktiv werden möchte oder nicht. Das Urteil wird Auswirkungen auf mehr als 820 Millionen Europäer in 47 Ländern haben. „Ellinors und Lindas Fall hat Präzedenzcharakter. Er wird maßgeblich sein für Europa und die Frage, welche Karrieren Christen in Zukunft überhaupt noch verfolgen können, ohne in einen Konflikt mit ihren Überzeugungen zu geraten“, erklärt Robert Clarke, Anwalt für ADF International.

Gerade für christliches medizinisches Personal wird es immer schwieriger, im Einklang mit ihrem Gewissen zu arbeiten, vor allem wenn es um Abtreibung oder Sterbehilfe geht. ADF International setzt sich für eine breite öffentliche Diskussion dieser Themen ein. Diese sollte nicht auf dem Rücken der einfachen Arbeitnehmer stattfinden, die im Einklang mit ihren Überzeugungen leben wollen. „Niemand will einen totalitären Staat, der Ärzte oder Hebammen gegen ihren Willen zu etwas zwingt. Ellinors und Lindas Geschichte ist eine echte Chance für Europas Gewissensfreiheit“, so Clarke.

Apotheker in Berlin

In Berlin wurde ein Apotheker verklagt, weil er aus Glaubensgründen in seiner Apotheke keine „Pille danach“ anbieten wollte. Es geht darum, ob ihm überhaupt ein Recht auf Gewissensfreiheit zusteht. ADF International unterstützt diesen Fall.

Erfolg ist möglich!

Die aus Polen stammende Ärztin Dr. Katarzyna Jachimowicz weigerte sich, Verhütungsmittel einzusetzen, die abtreibend wirken können. Deshalb wurde sie von ihrem norwegischen Arbeitgeber entlassen, obwohl dort Ärztemangel herrscht und Frau Dr. Jachimowicz als erfahrene und gute Ärztin gilt. Mit Hilfe von ADF International hat sie dagegen geklagt und inzwischen vor dem Obersten Gerichtshof Norwegens Recht erhalten.

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