ADF International

Abtreibungspille erlaubt: Frauen in Großbritannien in Lebensgefahr

Zusammenfassung

  • Großbritannien erlaubt Abtreibungen auch zuhause
  • Heftige Kritik an intransparenter Entscheidung

LONDON (31. März 2020) – Die britische Regierung hat ein neues Abtreibungsgesetz beschlossen, laut dem Frauen auch zuhause Abtreibungspillen einnehmen dürfen, wenn sie zuvor telefonisch mit einem Arzt Rücksprache gehalten haben. Dies ist eine Wende zur bisherigen Abtreibungspolitik. Erst letzte Woche hatte die Regierung eine solche Änderung aufgrund  medizinischer Bedenken ausgeschlossen. Dies sind die gravierendsten Änderungen in der Abreibungspolitik seit dem Abtreibungsgesetz aus dem Jahr 1967. Und sie wurden ohne Einbeziehung der Öffentlichkeit, ohne parlamentarischer Diskussion und ohne Prüfungsverfahren beschlossen.

„Wir als Gesellschaft sollten alle schwangeren Frauen unterstützen – besonders jene in schwierigen Umständen. Keine Mutter sollte je das schreckliche Gefühl haben, im Stich gelassen zu werden. Die Möglichkeit, an sich selbst, zuhause und ohne Aufsicht eine Abtreibung durchzuführen, ist eine große Gefahr für Frauen. Die Frauen erhalten keine Betreuung, keine Unterstützung und keine medizinische Versorgung. Zusätzlich steigt die Zahl der Fälle, in denen eine Frau zur Abtreibung gedrängt wird, dramatisch an. Anstatt so etwas zuzulassen, sollte die Regierung besonders in der momentanen Krise Mutter und Kind unterstützen. Wir alle wünschen uns eine Gesellschaft, in der Eltern ihre Kinder willkommen heißen können,“ sagte Ryan Christopher, der Leitende Policy Officer bei ADF International in London.

Schutzlose Frauen am meisten in Gefahr

Das Abtreibungsgesetz in Großbritannien schreibt vor, dass Abtreibungen nur in bestimmten Einrichtungen durchgeführt werden dürfen. Nachdem Abtreibungslobbyisten erheblichen Druck ausgeübt hatten, beschloss die Regierung eine Kehrtwende in ihrer bisherigen Politik und erlaubt während der Coronakrise, Abtreibungen an sich selbst auch zuhause durchzuführen. Der Protest gegen diese Entscheidung warnt vor allem vor den dramatischen Folgen: Häusliche Abtreibungen sind besonders missbrauchsanfällig und die physische sowie geistige Gesundheit vieler Frauen steht auf dem Spiel.

„Die Entscheidung, verwundbare Frauen mit einer häuslichen Abtreibung zu konfrontieren, wurde viel zu leichtherzig und unbedacht getroffen. Diese neue Ausnahme kann unaufhaltbare Auswirkungen auf den Umgang mit Abtreibung in Großbritannien haben und stellt eine große Gefahr für verletzliche Frauen dar. Wenn Abtreibungslobbyisten das Gesetz ändern wollen, dann müssen sie dafür transparentere und demokratischere Wege nutzen“, sagte Robert Clarke, stellvertretender Geschäftsführer von ADF International.

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