ADF International

Coronamaßnahmen schützen kurzfristig auch verfolgte Christen in Indien

Zusammenfassung

  • Ungestörtes Osterfest für verfolgte Christen in Indien
  • Pandemiemaßnahmen schützen Christen auch vor Verfolgung

NEU DELHI (9. April 2020) – Die Maßnahmen der indischen Regierung zur Eindämmung der Coronapandemie helfen auch im Kampf gegen die Christenverfolgung in Indien. Seitdem Menschen zuhause bleiben müssen, sind die Vorfälle von einem am Tag auf drei die Woche zurückgegangen. Und dennoch ist dies nur eine kurze Verschnaufpause für die christlichen Gemeinden.

„Niemand sollte wegen seines Glaubens verfolgt werden. Mit Einführung der Coronamaßnahmen wurden auch die Gewalttaten gegen Christen weniger. Vor der Krise haben wir täglich mindestens einen Fall dokumentiert – jetzt sind es nur mehr drei in der Woche. Es scheint, dass durch die Quarantäne viele religiöse Minderheiten sich kurz von Verfolgung und Gewalt erholen können, was besonders zu Ostern eine große Freude ist.

Leider haben wir diese Woche auch von einer besonders grausamen Gewalttat gegen einen Christen in Tamil Nadu erfahren. Dies zeigt, dass es vielleicht momentan eine kurze Pause gibt, wir aber immer noch weit entfernt davon sind, die Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten besiegt zu haben. Sie werden noch immer von Menschengruppen angegriffen oder fälschlich der Zwangskonversion beschuldigt. Jeder muss das Recht haben, seinen Glauben frei ausleben zu können – ohne Angst vor Verfolgung,“ sagte Tehmina Arora, Geschäftsführerin von ADF India.

Gewalt gegen Christen in Indien

Gewalt gegen Christen ist seit 2019 rasant gestiegen. Das United Christian Forum und ADF India zählten allein im Jahr 2020 über 78 Fälle, bei denen Christen Opfer von Herabwürdigung und Massengewalt waren. Die Angriffe ähneln einander häufig und die Polizei bleibt meistens untätig. Eine Gruppe überfällt ein Gebetstreffen oder eine sonstige christliche Versammlung, schreit mit Schimpfwörtern und Verspottungen um sich und verprügelt die Anwesenden – darunter häufig auch Frauen und Kinder. Anschließend werden die Pastoren oder Priester von der Polizei festgenommen und müssen sich gegen Anschuldigungen wie etwa Zwangskonversion verteidigen.

„Besonders zu Ostern freuen wir uns, dass Christen in Indien unter friedlicheren Umständen als sonst die Feierlichkeiten begehen können. Leider scheint dies nur eine kurze Erleichterung zu sein – Gewalt und Verfolgung sind immer noch tägliche Begleiter für viele Christen und andere religiöse Minderheiten in Indien. Jeder muss das Recht haben, seinen Glauben frei wählen und ausleben zu können“, sagte Paul Coleman, Geschäftsführer von ADF International.

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