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Humanitäre Krise erreicht Indien: Anwälte sind Nothelfer für die Ärmsten

Zusammenfassung

  • Coronasperren in Indien treffen die Ärmsten besonders hart
  • ADF India Mitarbeiter helfen mit eigenen Ressourcen

NEU DELHI (27. April 2020) – Für gewöhnlich unterstützen ADF-Partneranwälte in Indien verfolgten Christen mit rechtlichen Mitteln. Derzeit verwenden sie aber ihre eigenen Ressourcen, um Essen und andere Grundversorgungsmitteln zu den Ärmsten zu bringen. Die Sperren in Indien aufgrund des Coronavirus führten zu einer Verschlechterung der ohnehin dramatischen Situation der Ärmsten. Die dortigen Anlaufstellen für Rechtshilfe von ADF wurden sofort tätig und versorgen nun die Umgebung mit Essen, einem Dach über dem Kopf und medizinischer Hilfe.

„Die derzeitige humanitäre Krise schrie nach unserer Hilfe – und unsere Mitarbeiter haben sofort reagiert. Das Uttar Pradesh Zentrum für Rechtshilfe versorgt Menschen mit Essen, die mehr als 700 km zu Fuß zurücklegen müssen, um nach Hause in ihre Dörfer zu gelangen. Andere Zentren verteilen überlebenswichtige Nahrungsmittel an Menschen in der Umgebung. Einige unserer Mitarbeiter in Delhi arbeiten eng mit den lokalen Behörden zusammen und haben bereits an die 100 besonders gefährdeten Familien unterstützt. All jene, die ihre Wohnungen derzeit nicht verlassen können, unterstützen finanziell und ermutigen die Helfer. Weit über die Grenzen ihrer beruflichen Pflichten hinaus zeigen unsere Mitarbeiter großen Einsatz und nutzen die Möglichkeit, jetzt dem Nächsten zu dienen – genau so, wie sie auch sonst unseren christlichen Brüdern und Schwestern, die unter Verfolgung leiden, helfen,“ erzählt Tehmina Arora, Geschäftsführerin von ADF India.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Christen in Indien

Tatsächlich helfen die staatlichen Maßnahmen derzeit dabei, nicht nur das Coronavirus, sondern auch die Gewalt gegen Christen in Indien einzudämmen. Seitdem Menschen zuhause bleiben müssen, gibt es nicht mehr täglich einen Fall, sondern nur mehr drei Fälle pro Woche.

Gewalt gegen Christen hat seit 2019 dramatisch zugenommen. Das United Christian Forum und ADF India zählten allein im Jahr 2020 über 78 Fälle, bei denen Christen Opfer von Herabwürdigung und Massengewalt waren. Häufig ähneln die Angriffe einander und die Polizei bleibt meistens untätig. Eine Gruppe überfällt ein Gebetstreffen oder eine sonstige christliche Versammlung, schreit mit Schimpfwörtern und Verspottungen um sich und verprügelt die Anwesenden – darunter häufig auch Frauen und Kinder. Anschließend werden die Pastoren oder Priester von der Polizei festgenommen und müssen sich gegen Anschuldigungen wie etwa Zwangskonversion verteidigen.

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