ADF International

Oberstes Gericht in Deutschland entscheidet über Sterbehilfegesetz

Zusammenfassung

  • Gesetz zum Verbot der Sterbehilfe auf dem Prüfstand
  • Länder wie Belgien und die Niederlande abschreckendes Beispiel legaler Euthanasie

BERLIN (10. Januar 2020) – Diese Woche gab das Bundesverfassungsgericht den Termin den 26. Februar 2020 als Termin für die Urteilsverkündigung zum Sterbehilfegesetz bekannt. Das Gericht überprüfte aufgrund einer Beschwerde Paragraph 217 des Strafgesetzbuchs zu assistierter Selbsttötung. Die Legalisierung der Sterbehilfe in Belgien und den Niederlanden führte zu einer dramatischen Zunahme der Sterbehilfefälle. Aktuell evaluiert der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die belgischen Gesetze zur Legalisierung der Sterbehilfe im Fall Mortier gegen Belgien.

„Eine faire und gerechte Gesellschaft kümmert sich um ihre schwächsten Mitglieder. Wird Sterbehilfe erst einmal erlaubt, können die Folgen kaum noch kontrolliert werden. In Belgien und den Niederlanden steigt die Zahl der Sterbehilfefälle seit der Legalisierung jährlich. Gesetze, die die Würde jedes Menschen schützen, sollten gestärkt und nicht geschwächt werden. Die Kranken, Leidenden, Alten und die Schwächsten in unserer Gesellschaft verdienen Zuneigung und Respekt. Die Legalisierung geschäftsmäßiger Sterbehilfe könnte implizieren, dass diese Leben nicht lebenswert sind und als Last empfunden werden: Ein gefährlicher Schritt in die falsche Richtung“, sagte Anwalt Felix Böllmann von ADF International.

Mortier gegen Belgien

Am Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wird gerade der erste Präzedenzfall zum Thema aktiver Sterbehilfe verhandelt. Die Mutter von Tom Mortier wurde 2012 von einem belgischen Arzt euthanasiert.  Mortier informierte man erst einen Tag später. Die Begründung lautete: sie litt an einer „unheilbaren Depression“. In Belgien, ist Sterbehilfe seit 2002 legal ist. Das Gesetz hält fest, dass sich die Person in einem „medizinisch aussichstlosen Zustand von dauerhaftem und unerträglichem körperlichen oder geistigen Leidens befindet, das nicht gelindert werden kann.“ Toms Mutter war körperlich gesund und ihr behandelnder Psychiater bestätigte, dass sie die Anforderungen des belgischen Euthanasie-Gesetzes nicht erfüllte.

Im Januar 2019 stimmte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte der Anhörung von Tom Mortier zu. ADF International vertritt ihn vor Gericht. Derzeit wartet das Gericht auf Belgiens Argumente, warum Tom Mortiers Fall im Land selbst keine Anhörung fand.

„Das Völkerrecht kennt kein „Recht auf Sterben“. Viel mehr bekräftigt es ausdrücklich das Recht auf Leben – und schützt vor allem die Schwächsten. Ein Blick auf die traurigen Fakten in Tom Mortiers Fall entlarvt die Lüge, dass Sterbehilfe gut für die Gesellschaft ist“, sagte Robert Clarke, Director of European Advocacy, der Tom Mortier vor dem Europäischen Gerichtshof vertritt.

Kampagne für das Leben

Im Oktober 2019 startete ADF International die weltweite Affirm Dignity | End Euthanasia Kampagne. Diese informiert über die Konsequenzen der Legalisierung von Euthanasie und Sterbehilfe. Persönliche Erfahrungen, Zeugnisse, aktuelle Rechtsfälle und wissenschaftliche Forschung dokumentieren den Einfluss von Sterbehilfe auf die Gesellschaft eines Landes. Die Kampagne ermutigt Menschen auf der ganzen Welt, sich für das Recht auf Leben einzusetzen und die Würde eines jeden Menschen zu schützen.

Unter www.AffirmDignity.org finden Sie Ressourcen und Materialien sowie die „Affirm Dignity | End Euthanasia Charter“ zum Unterschreiben.

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