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Meinungsfreiheit | Christian Cortez Pérez: Mexiko

Einsatz für Meinungsfreiheit an der Uni in Mexiko

#ProtectFreeSpeech

Thema | Meinungsfreiheit

Studenten sollten nicht um ihre Karrierechancen bangen müssen, wenn sie frei ihre Meinung äußern – schon gar nicht in einem akademischen Umfeld. Dem Universitätsabsolventen Cortez Pérez drohte nach seiner Abschlussrede der Entzug seiner Berufslizenz für Psychologie. Als Jahrgangsbester an der Fakultät für Medizin und Psychologie der Autonomen Universität von Baja California hielt er bei der Abschlussfeier im Juni 2022 eine Rede. Darin äußerte er seine tiefen moralischen Überzeugungen in Bezug auf den Zustand der heutigen Welt, besonders im Bereich der Bedeutung der Familie und der Unantastbarkeit des Lebens.

Nach einigen Beschwerden von Professoren leitete die Autonome Universität von Baja California ein formelles Verfahren gegen Christian ein, um ihm die Ausübung psychologischer Berufe zu verbieten. Christian reagierte mit einer Gegenklage. Mit der Unterstützung von ADF International bekam er Recht.

Christian with others standing behind him

„Öffentliche Universitäten müssen das Recht auf freie Meinungsäußerung von allen Studenten respektieren. Ich bin entschlossen, dieses Recht nicht nur für mich selbst einzufordern, sondern für alle Mexikaner, die frei ihre Meinung äußern wollen.“

Details zum Fall

Christian durfte bei seiner Abschlussfeier am 27. Juni 2022 an der Fakultät für Medizin und Psychologie der Autonomen Universität von Baja California die Eröffnungsrede halten. In seiner Rede rief Christian dazu auf, die Neudefinition der Familie und die radikale Gender-Ideologie abzulehnen: „Wir befinden uns heute in einem echten anthropologischen Kampf um die Neudefinition des Menschen und der menschlichen Person durch Ideologien und Denkmoden, die immer darauf hinauslaufen, die Würde und Freiheit des Menschen zu untergraben.“

Christian zitierte zum Problem der Zerstörung der Familie G.K. Chesterton: „Die Menschen wissen nicht was sie tun, denn sie wissen nicht was sie zerstören“. Weiters hielt er fest: „Das Leben und die Familie anzugreifen ist ein Akt der Selbstzerstörung, es ist ein Angriff auf die Zivilisation selbst“ und forderte seine Kollegen auf, in Solidarität miteinander zu leben: „Man muss lieben, niemand sucht das Wohl des anderen, wenn er ihn nicht liebt“.

Trotz lauter Protestrufe und obwohl einige Studenten und Dozenten den Raum verließen, konnte er seine Rede zu Ende bringen. Die Professoren starteten daraufhin eine Schweige- und Sanktionskampagne gegen Christian, die rufschädigend wirkte und seine Berufsausübung bedrohte.

Die Professoren gaben ein „Manifest“ heraus, in dem sie die Universität aufforderten, Christians sogenannte „Hassrede“ zu sanktionieren, indem sie ihm 1) die Berufslizenz nicht ausstellen, 2) seine akademische Auszeichnung entziehen und 3) Psychologie Verbände in ganz Mexiko auf sein Verhalten aufmerksam machen.

Die Forderungen der Professoren, die im Endeffekt darauf abzielen, Christian die Ausübung seines Berufs als Psychologe zu untersagen, wurden dem Universitätsrat vorgelegt. Christian wurde am 4. August darüber informiert, dass die Universität ein Verfahren gegen ihn eingeleitet hat und brachte daraufhin eine Gegenklage zum Schutz seiner berechtigten Interessen ein.

„Ich bringe eine Gegenklage ein, um meine berechtigten Interessen zu schützen, aber auch um das Recht auf freie Meinungsäußerung eines jeden Studenten zu verteidigen. Mir ist klar, dass einige mit dem Inhalt meiner Rede nicht einverstanden sind, aber genau darum geht es bei der Meinungsfreiheit. Jeder sollte in der Lage sein, seine Meinung an der Universität friedlich zu äußern, ohne Angst vor Strafe oder Repressalien“, erklärte Christian.

Im September entschied der Rat der Universität, dass die Vorwürfe gegen Christian Cortez „unbegründet“ seien.

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