Pressemitteilung

Nigerianischer Journalist darf frei über Christenverfolgung berichten

KADUNA, NIGERIA (14. September 2026) — Nach fünf Jahren Rechtsstreit ist der Journalist Luka Binniyat, eine der wichtigsten nigerianischen Stimmen zur Verfolgung von Christen im Land, offiziell vom Vorwurf der strafbaren Diffamierung freigesprochen worden.

Binniyat hatte im November 2021 für die US-amerikanische Zeitung „Epoch Times“ einen Artikel verfasst. Darin zitierte er einen nigerianischen Abgeordneten, der einem Kollegen vorwarf, einen Völkermord an Christen im Bundesstaat Kaduna zu vertuschen. Nach der Veröffentlichung wurde Binniyat festgenommen und inhaftiert. Der Vorwurf: „strafbare Diffamierung“ (criminal defamation), was im deutschen Recht einer Kombination aus übler Nachrede und Verleumdung entspräche. Obwohl er bereits im Februar 2022 freigelassen wurde, musste er jahrelang weiter gegen die Vorwürfe ankämpfen.

Erst Ende Mai 2026 stellte das Bundesgericht in Kaduna fest, dass keine substanziellen Beweise gegen den Journalisten vorliegen. Die Staatsanwaltschaft war sogar schon vor Anhörung der Verteidigung an der Beweisführung gescheitert. Damit ist Binniyat fast fünf Jahre nach seiner Festnahme rehabilitiert.

Pressefreiheit ist entscheidend

„Ich bin erschüttert, dass ich verhaftet und strafrechtlich verfolgt wurde, nur weil ich als Journalist meine Arbeit gemacht und über die Fakten berichtet habe. Angesichts der weit verbreiteten Verfolgung von Christen in Nigeria muss die Presse frei darüber schreiben können, was Personen des öffentlichen Lebens dazu sagen und tun.“

— Luka Binniyat

Binniyat habe lediglich die Worte eines nigerianischen Abgeordneten korrekt zitiert, betont Sean Nelson, Leitender Rechtsanwalt im Team für weltweite Religionsfreiheit bei Alliance Defending Freedom. Er mahnt weiterhin: „In ganz Nigeria werden Christen wegen ihres Glaubens umgebracht. Journalisten haben das Recht und die Pflicht, auf die religiös motivierten Angriffe aufmerksam zu machen. Ohne ihre Berichterstattung würde dieses Leid weitgehend unbemerkt bleiben.“

Alliance Defending Freedom hat Luka Binniyat rechtlich unterstützt und begrüßt nun das Urteil als Sieg für die Meinungsfreiheit in Nigeria. Die internationale Menschenrechtsorganisation setzt sich seit langem für Christen und andere religiöse Minderheiten ein, die in Nigeria – einem der gefährlichsten Länder der Welt für Christen – Verfolgung ausgesetzt sind.

Bilder zur freien Verwendung im Zusammenhang mit dieser Geschichte, nur für Druck oder Online.