Skip to content

Ägypten gewährt christlichen Arbeitnehmern bezahlten Osterurlaub – ein wichtiger Schritt für die Religionsfreiheit

  • Entscheidung des Arbeitsministeriums ermöglicht christlichen Beschäftigten bezahlte Freistellung zu Ostern
  • ADF International unterstützt eine anhängige Petition zur vollständigen Anerkennung des Ostersonntags als gesetzlichen Feiertag
KAIRO (12. JANUAR) – Ägypten hat einen Schritt zur Stärkung der Religionsfreiheit unternommen: Christliche Arbeitnehmer erhalten künftig zu Ostern bezahlte Freistellung. Grundlage dafür ist eine ministerielle Entscheidung vom 30. Dezember. Diese Entscheidung erkennt die Bedeutung des Christentums in der ägyptischen Gesellschaft sowie die zentrale Rolle des Osterfestes für das christliche Glaubensleben an. Vor dieser Entscheidung mussten sich Christen in Ägypten zwischen der Feier des Osterfestes und der Erfüllung beruflicher oder akademischer Verpflichtungen entscheiden. In Ägypten ist der Sonntag Teil der fünftägigen Arbeitswoche (exklusive Freitag und Samstag), und staatliche Einrichtungen haben am Ostersonntag bislang regulär gearbeitet. Ägypten verfügt über eine der ältesten christlichen Glaubensgemeinschaften der Welt. Die schätzungsweise 10 Millionen Christen, die derzeit in Ägypten leben, machen über 10 % der Bevölkerung aus. Die Gewährung eines bezahlten religiösen Urlaubstages für christliche Arbeitnehmer stellt daher einen bedeutsamen Schritt für die Religionsfreiheit dar. „Die Anerkennung der Bedeutung von Ostern für Christen durch bezahlten Urlaub ist eine willkommene Entwicklung. Wir begrüßen diesen Schritt der ägyptischen Regierung zur Wahrung der Religionsfreiheit, indem sie christlichen Arbeitnehmern erlaubt, an diesem allgemein als heiligsten Tag des Jahres geltenden Feiertag gemeinsam ihren Glauben zu praktizieren“, sagte Kelsey Zorzi, Direktorin der Rechtsabteilung für weltweite Religionsfreiheit bei ADF International Das Verfahren zur vollständigen Anerkennung des Osterfestes ist weiterhin vor Gericht anhängig Diese Entscheidung gilt jedoch nicht für Beschäftigte außerhalb des privaten Sektors. Der Ostersonntag ist in Ägypten bislang kein nationaler gesetzlicher Feiertag. Beschäftigte im öffentlichen Dienst und in staatlichen Einrichtungen könnten daher weiterhin gezwungen sein, sich zwischen der Ausübung ihres Glaubens und beruflichen oder schulischen Verpflichtungen zu entscheiden. Eine von ADF International unterstützte Petition ist weiterhin beim Verwaltungsgericht anhängig und zielt auf die vollständige Anerkennung des Ostersonntags als nationalen gesetzlichen Feiertag für alle Bürger Ägyptens ab. Die Petition fordert die Regierung auf, Ostern im Einklang mit der staatlichen Praxis gegenüber den großen islamischen Feiertagen zu behandeln, die landesweit als gesetzliche Feiertage anerkannt sind. Die mündliche Verhandlung ist für den 17. Januar angesetzt. Dabei wird das Gericht die praktischen Auswirkungen der bestehenden Regelung auf die gleichberechtigte Teilhabe von Christen am öffentlichen Leben und die freie Ausübung ihres Glaubens prüfen. Das Verfahren stützt sich sowohl auf die ägyptische Verfassung als auch auf internationale Menschenrechtsverträge. Dabei geht es insbesondere um die verfassungsrechtlich garantierte Religionsfreiheit und Gleichheit nach den Artikeln 53 und 64 sowie um Ägyptens Verpflichtungen aus internationalen Abkommen, darunter der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und das Übereinkommen Nr. 111 der Internationalen Arbeitsorganisation, das religiöse Diskriminierung im Arbeitsleben verbietet. Zudem verweisen die Antragsteller darauf, dass Ostern in Ägypten bereits zur Zeit der Monarchie als gesetzlicher Feiertag anerkannt und begangen wurde. Mehrere Länder im Nahen Osten erkennen Ostern bereits an. Eine entsprechende Anerkennung in Ägypten würde daher einen wichtigen Fortschritt für die Religionsfreiheit in der Region darstellen. ADF International unterstützt das Verfahren im Rahmen seiner umfassenden Arbeit zum Schutz der Religionsfreiheit von Christen in Ägypten. Auch wenn die jüngste ministerielle Entscheidung einen ermutigenden Schritt darstellt, betonen die Befürworter, dass nur die formelle Anerkennung des Ostersonntags als gesetzlicher Feiertag einen dauerhaften und gleichberechtigten Schutz der Religionsfreiheit gewährleisten kann. „Eine vollständige staatliche Anerkennung des Ostersonntags würde ein starkes Zeichen für die Einbeziehung religiöser Minderheiten setzen und bekräftigen, dass Christen gleichberechtigte Teilnehmer am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben Ägyptens sind“, fügte Zorzi hinzu. „Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Führungspersönlichkeiten verschiedener Konfessionen an der Förderung dieser Petition zu arbeiten, um Religionsfreiheit für alle zu gewährleisten.“

Wollen Sie diesen und weitere Fälle unterstützen?

Ihre Spende hilft:

Die Kosten für die juristische Verteidigung von grundlegenden Freiheiten zu decken.

family icon

Hunderte von Mandanten rechtlich zu unterstützen.

Den Einsatz für gerechte Gesetze, Urteile und Entscheidungen weltweit zu ermöglichen.

Bleiben Sie informiert

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

*“ zeigt erforderliche Felder an

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Name*

Statement of Faith

Based on our adherence to the inspired, infallible, inerrant, and authoritative Word of God in Scripture, we profess with the Christian Church throughout time and around the world the faith expressed in the Apostles’ Creed:

I believe in God, the Father almighty,
creator of heaven and earth.
I believe in Jesus Christ, his only Son, our Lord,
who was conceived by the Holy Spirit,
born of the Virgin Mary,
suffered under Pontius Pilate,
was crucified, died, and was buried;
On the third day he rose again;
he ascended into heaven,
he is seated at the right hand of the Father,
and he will come to judge the living and the dead.

I believe in the Holy Spirit,
the holy catholic Church,
the communion of saints,
the forgiveness of sins,
the resurrection of the body,
and the life everlasting.
Amen.

Adah

Adah had to flee her home after being threatened by her family for her conversion and obtained a protective order in another state.

Pastor Ezekiel

Pastor Ezekiel was captured and tortured by unidentified men for two weeks in February 2024, and then handed over to the police, who released him.

David

David was captured and tortured by unidentified men for two weeks in February 2024, and then handed over to the police, who charged him with kidnapping and obtained a conviction without a lawyer in 3 days. In July, the High Court in Northern Nigeria overturned his wrongful conviction. He is now free.

Naomi

Naomi had to flee her home after being threatened by her family for her conversion, and obtained a protective order in another state.

Rhoda Jatau

Nigerian Christian mother of 5, Rhoda Jatau, has been acquitted after being imprisoned for 19-months for allegedly sharing a video on WhatsApp.

You are currently viewing a placeholder content from YouTube. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.

More Information

Yahaya Sharif-Aminu

In March 2020, a dangerous mob burned down his house and the Hisbah religious police, an official authority in charge of enforcing Sharia law, arrested Yahaya. Shortly after, the young man was convicted in a Sharia court for his alleged “blasphemy” and sentenced to death by hanging. His Supreme Court appeal has the potential to overturn Sharia-based blasphemy laws in Northern Nigeria.

Päivi Räsänen

Päivi Räsänen, a member of parliament and devoted grandmother from Finland, charged with 'hate speech' for voicing her deeply held beliefs on the Christian view of marriage and sexuality.

Isabel Vaughan-Spruce

Die engagierte Lebensschützerin aus Großbritannien, die festgenommen wurde, als sie still in der Nähe einer Abtreibungsklinik auf einer öffentlichen Straße betete.

Rodrigo Iván Cortés

Ein ehemaliger Kongressabgeordnete aus Mexiko, der bestraft wurde, nachdem er die biologische Wahrheit der zwei Geschlechter verteidigt hatte.

Nada und Hamouda

Aus dem Sudan, deren Ehe von einem Scharia-Gericht aufgelöst wurde und die mit 100 Peitschenhieben und Lebensgefahr bedroht wurden, nur weil sie zum Christentum konvertierten.

Shagufta und Shafqat

Ein christliches Paar aus Pakistan, das 7 Jahre lang in der Todeszelle saß, weil sie angeblich eine blasphemische Textnachricht versendet hatten - obwohl beide weder lesen noch schreiben können.