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Bis zu 10 Jahren Haft: Brasilianisches Gericht verhandelt Fall einer Veterinärstudentin wegen Social-Media-Kommentare über Gender-Ideologie

  • Gegen Isadora Borges wurde aufgrund von Beiträgen auf X zur Gender-Ideologie Anklage erhoben; die erste Anhörung in dem Verfahren fand am 10. Februar statt.
  • Der Fall erregte internationale Aufmerksamkeit, nachdem Elon Musk einen Post über die Strafverfolgung teilte; ADF International unterstützt Isadora Borges rechtlich in ihrer Verteidigung.

BRASILIA (11. Februar 2026) – Eine Brasilianerin, Isadora Borges, erschien gestern vor einem Bundesgericht, nachdem sie aufgrund angeblich “transphober” Social-Media-Beiträgen zur Gender-Ideologie strafrechtlich angeklagt worden war. Ihr droht eine mögliche Freiheitsstrafe von vier bis zehn Jahren.

Im November 2020 veröffentlichte Isadora Borges zwei Beiträge auf X (damals Twitter), in denen sie friedlich ihre Ansichten gegen die Gender-Ideologie zum Ausdruck brachte. In einem Kommentar hieß es, dass „Transgender“-Frauen „offensichtlich als Männer geboren wurden“. In einem anderen Kommentar hieß es: „Eine Person, die sich als transgender identifiziert, behält ihre biologische DNA. Weder operative Eingriffe noch synthetische Hormone noch ein Wechsel der Kleidung können diesen biologischen Fakt ändern. …“

Ihre Kommentare erregten schnell Aufmerksamkeit im Internet und veranlassten Erika Hilton, eine Politikerin, die sich selbst als „Transgender“ bezeichnet, Borges wegen „Transphobie“ anzuzeigen.

Im September 2025 wurde Borges über die gegen sie eingeleiteten Strafverfahren informiert. Ihr werden zwei Fälle angeblicher „Transphobie“ zur Last gelegt, wobei jeder Vorwurf mit einer Freiheitsstrafe von 2 bis 5 Jahren verbunden ist.

Im Vorfeld der Anhörung am 10. Februar erregte der Fall internationale Aufmerksamkeit, nachdem Elon Musk einen Beitrag zum Verfahren auf X geteilt hatte.

Während der Anhörung stellte der Bundesstaatsanwalt lediglich begrenzte Fragen dazu, ob die Beiträge auf Borges’ eigenem Social-Media-Profil veröffentlicht worden waren. Der Richter deutete an, dass die Aussagen eher persönliche Meinungen als diskriminierende Absichten widerspiegelten, und gewährte der Verteidigung fünf Tage Zeit zur Einreichung schriftlicher Stellungnahmen. Damit soll eine sorgfältige rechtliche und sachliche Prüfung erfolgen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

„Die heutige Anhörung hat mir Hoffnung gegeben. Ich bin dankbar, dass das Gericht sich die Zeit genommen hat, mir zuzuhören und die Fakten aufmerksam zu prüfen. Ich habe mich friedlich zu einem Thema geäußert, das mir wichtig ist, und hoffe weiterhin, dass mein Recht auf freie Meinungsäußerung anerkannt wird – ohne Angst vor strafrechtlicher Verfolgung“

„Auch wenn wir noch auf eine endgültige Entscheidung warten, war die heutige Anhörung ermutigend und es gibt Grund zu hoffen, dass das Gericht Isadoras Recht auf freie Meinungsäußerung wahren wird“, erklärte Julio Pohl, Rechtsanwalt bei ADF International, der Borges rechtlich unterstützt.

„Der Richter hat der Verteidigung Zeit eingeräumt, schriftliche Stellungnahmen einzureichen. Das zeigt, dass das Gericht die Fakten sorgfältig prüfen will, statt vorschnell zu urteilen. Gleichzeitig ist die Lage der Meinungsfreiheit in Brasilien äußerst besorgniserregend, und wir sind zutiefst beunruhigt über die Situation von Isadora und all jenen Brasilianern, denen strafrechtliche Konsequenzen drohen, nur weil sie ihr grundlegendes Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen.“

ADF International unterstützt Borges weiterhin rechtlich und setzt sich für ihr Grundrecht auf Meinungsfreiheit ein – ebenso wie für das Recht aller Brasilianer, ihre Überzeugungen frei zu äußern.

Zunehmende Zensur in Brasilien

Ein Urteil des Obersten Bundesgerichts Brasiliens aus dem Jahr 2019 hat „Transphobie” und „Homophobie“ als Straftaten eingestuft, die mit bis zu fünf Jahren Haft pro Verstoß geahndet werden können. Seit diesem Urteil gab es in ganz Brasilien zahlreiche Fälle, in denen Personen allein wegen der Äußerung ihrer Überzeugungen wegen „Transphobie” angeklagt wurden.

2025 wurde gegen die Social-Media-Influencerin Isabella Cepa wegen ihres Online -Beitrags zur Gender-Ideologie ermittelt. Ebenso wird gegen Nine Borges (nicht verwandt mit Isadora Borges) wegen „Transphobie“ ermittelt, weil sie ein Instagram-Video gepostet hat, in dem sie auf Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und des Einflusses von LGBT-Organisationen in Brasilien aufmerksam machte und dabei auch Kritik an Symmy Larrat, der brasilianischen LGBT-Staatssekretärin, äußerte.

In einem anderen Fall wurde Douglas Baptista, Pastor der Assemblies of God, wegen der Veröffentlichung eines Buches mit einer christlichen Sichtweise auf Sexualität strafrechtlich verfolgt. Sein Fall wurde ebenfalls von ADF International rechtlich unterstützt. Die Anklage gegen ihn wurde fallen gelassen, aber sie bleibt ein Beweis für den allgemeinen, beunruhigenden Trend der brasilianischen Regierung, friedliche Meinungsäußerungen im Internet zu zensieren.

ADF International vertritt außerdem fünf brasilianische Gesetzgeber (Senator Eduardo Girao und die Abgeordneten Marcel Van Hattem, Adriana Ventura, Gilson Marques und Ricardo Salles) vor der Interamerikanischen Menschenrechtskommission. Die Gesetzgeber haben bei der Kommission Beschwerde wegen Verletzungen ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung eingelegt. Sie machen geltend, dass ihre durch die amerikanische Menschenrechtskonvention garantierten Rechte – insbesondere die Meinungsfreiheit – durch eine zunehmend eskalierende staatliche Zensur verletzt worden seien. Diese hat ihren bisherigen Höhepunkt im Verbot der Plattform X in Brasilien während der Kommunalwahlen im vergangenen Jahr erreicht.Zensur ist in Brasilien seit 2019 ein anhaltendes und sich verschärfendes Problem.

Bilder zur kostenlosen Nutzung im Druck oder online ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Geschichte.

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I believe in God, the Father almighty,
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I believe in Jesus Christ, his only Son, our Lord,
who was conceived by the Holy Spirit,
born of the Virgin Mary,
suffered under Pontius Pilate,
was crucified, died, and was buried;
On the third day he rose again;
he ascended into heaven,
he is seated at the right hand of the Father,
and he will come to judge the living and the dead.

I believe in the Holy Spirit,
the holy catholic Church,
the communion of saints,
the forgiveness of sins,
the resurrection of the body,
and the life everlasting.
Amen.