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Angeklagt wegen eines Bibel-Zitats: Finnische Abgeordnete kritisiert „europäische Zensur“ vor dem US-Kongress

  • Bei einer Anhörung des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses berichtete die finnische Abgeordnete Päivi Räsänen über ihre seit sechs Jahren andauernde strafrechtliche Verfolgung wegen mutmaßlicher “Hassrede” aufgrund eines Bibelzitats auf Twitter
  • Zudem warnte ein Rechtsexperte der Organisation ADF International vor den Gefahren zunehmender Online-Zensur in Europa, unter anderem im Zusammenhang mit dem EU-Gesetz über digitale Dienste.
  • Auch der irische Komiker Graham Linehan sagte aus und schilderte seine Festnahme in Großbritannien wegen Beiträgen auf der Plattform X.
Photo of Päivi Räsänen In the US House of Judiciary hearing

WASHINGTON D.C. (04. Februar 2026) – Experten aus Europa warten den US-Kongress am 4. Februar vor der wachsenden Gefahr der europäischen Zensur für die amerikanische Meinungsfreiheit.

Die finnische Abgeordnete Päivi Räsänen sprach vor Gesetzgebern in einer Anhörung mit dem Titel „Europas Bedrohung für Meinungsfreiheit und Innovation: Teil II“, die vom Justizausschuss des Repräsentantenhauses veranstaltet wurde. In ihrer Aussage schilderte sie ausführlich ihre laufende strafrechtliche Verfolgung in Finnland wegen der Äußerung ihrer christlichen Überzeugungen im Internet, darunter in einem Tweet mit einem Bibelvers aus dem Jahr 2019. Der Fall Räsänen ist zu einem der prominentesten Beispiele für die Kriminalisierung friedlicher Meinungsäußerung in Europa geworden.

„Was heute noch rechtmäßig ist, kann morgen bereits strafbar sein. Das sollte jeden beunruhigen, dem Freiheit etwas bedeutet. Mein Fall zeigt, wohin dieser Weg führen kann. Die jüngsten Entwicklungen in der Europäischen Union, wie der Digital Services Act (DSA) machen die Zensur in Europa zu einem globalen Problem.“

Räsänenwird seit über sechs Jahren aufgrund einer Bestimmung zu „Hassrede“, welche in Finnland unter das Kapitel „Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ im Strafgesetzbuch fällt, strafrechtlich verfolgt. Sie wartet derzeit auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs von Finnland. Ihre rechtliche Verteidigung wird von ADF International koordiniert.

Wenn der Staat darüber bestimmt, welche Ansichten öffentlich geäußert werden dürfen, wird die Demokratie verletzlich“, sagte Päivi Räsänen weiter.

Lorcán Price, irischer Rechtsanwalt und Jurist bei ADF International, sagte ebenfalls vor dem Ausschuss aus und erklärte, wie die Europäische Union mithilfe von Online-Vorschriften wie dem Digital Services Act einen globalen Zensurkomplex etabliert.

Inzwischen ist klar, dass die Auswirkungen des DSA weit über Europa hinausreichen“, sagte Lorcán Price. „Die EU-Kommission hat damit eine weltweite Auseinandersetzung darüber eröffnet, ob Menschen die Wahrheit sagen dürfen und ob amerikanische Unternehmen wie Google, Bing und Meta frei weiterarbeiten können oder künftig Meinungen global unterdrücken müssen.“

Price warnte, dass die europäischen Eingriffe in die Meinungsfreiheit durch große Plattformen faktisch in andere Länder exportiert würden. Das könne dazu führen, dass auch rechtmäßige Äußerungen von Amerikanern durch ausländische Regeln eingeschränkt werden.

Er verwies auf die erste hohe Geldstrafe des DSA in Höhe von 120 Millionen Euro gegen X, welche im Dezember 2025 wegen angeblicher Verstöße gegen Transparenz- und Verbraucherschutzauflagen verhängt wurde.

Die hohen Geldstrafen, die die EU-Kommission gegen X verhängt hat, zeigen klar, dass die Europäische Union die Meinungsfreiheit gezielt über den Druck auf US-Unternehmen einschränken will“, erklärte Lorcán Price. In seiner schriftlichen Stellungnahme ergänzte er: „Das sind zwar die ersten Strafen nach dem Digital Services Act – aber sicher nicht die letzten.“

Auch der irische Komiker und Autor Graham Linehan sagte vor dem Ausschuss aus. Er berichtete von seiner Festnahme in London im September 2025 wegen Beiträgen auf der Plattform X.

Hintergrund

Die Anhörung knüpfte an einen aktuellen Bericht des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses an, der sich bereits in einer früheren Sitzung mit der wachsenden Gefahr von Zensur in Europa befasst hatte. Damals hatte Lorcán Price auch ausgesagt und die Abgeordneten davor gewarnt, dass europäische Zensurgesetze die Meinungsfreiheit weit über die Grenzen der Europäischen Union hinaus bedrohen.

Im Mittelpunkt der ersten Anhörung stand vor allem der Digital Services Act (DSA) der EU und seine möglichen Auswirkungen auf die Online-Meinungsäußerung von Amerikanischen Staatsbürgern. Zuletzt bekräftigte der Justizausschuss seine Kritik in einem neuen Bericht mit dem Titel „Die Gefahr ausländischer Zensur, Teil II: Europas jahrzehntelange Kampagne zur Kontrolle des globalen Internets und ihre Folgen für die Meinungsfreiheit in den Vereinigten Staaten“. Darin warnen die Abgeordneten ausdrücklich vor den Risiken des DSA für die Meinungsfreiheit in den USA.

Der DSA gewährt der Europäischen Kommission weitreichende Befugnisse zur Regulierung von Inhalten auf großen Online-Plattformen. Obwohl das Gesetz als Maßnahme zur Online-Sicherheit formuliert ist, schafft es durch hohe Geldstrafen, staatliche Aufsicht und die Abhängigkeit von „vertrauenswürdigen Meldern“ zur Identifizierung angeblich problematischer Inhalte starke Anreize für Plattformen, rechtmäßige Äußerungen zu entfernen. Da große Plattformen global agieren, birgt der DSA die Gefahr, ein de facto weltweites Zensurregime zu etablieren, das Nutzer weit über Europa hinaus betrifft.

ADF International hat früh und deutlich vor den Folgen des DSA gewarnt und setzt sich seit Jahren für Menschen ein, die von immer weitergehenden europäischen Einschränkungen der Meinungsfreiheit betroffen sind. Dazu zählt auch die juristische Unterstützung im Fall Päivi Räsänen, der international als Mahnung vor der schleichenden Aushöhlung grundlegender Freiheitsrechte Beachtung gefunden hat.

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Based on our adherence to the inspired, infallible, inerrant, and authoritative Word of God in Scripture, we profess with the Christian Church throughout time and around the world the faith expressed in the Apostles’ Creed:

I believe in God, the Father almighty,
creator of heaven and earth.
I believe in Jesus Christ, his only Son, our Lord,
who was conceived by the Holy Spirit,
born of the Virgin Mary,
suffered under Pontius Pilate,
was crucified, died, and was buried;
On the third day he rose again;
he ascended into heaven,
he is seated at the right hand of the Father,
and he will come to judge the living and the dead.

I believe in the Holy Spirit,
the holy catholic Church,
the communion of saints,
the forgiveness of sins,
the resurrection of the body,
and the life everlasting.
Amen.

Päivi Räsänen

Eine Abgeordnete des finnischen Parlaments, die wegen ‘Hassrede’ angeklagt wurde, nachdem sie öffentlich ihre christlichen Überzeugungen zu Ehe und Sexualität geäußert hatte.

Isabel Vaughan-Spruce

Die engagierte Lebensschützerin aus Großbritannien, die festgenommen wurde, als sie still in der Nähe einer Abtreibungsklinik auf einer öffentlichen Straße betete.

Rodrigo Iván Cortés

Ein ehemaliger Kongressabgeordnete aus Mexiko, der bestraft wurde, nachdem er die biologische Wahrheit der zwei Geschlechter verteidigt hatte.

Nada und Hamouda

Aus dem Sudan, deren Ehe von einem Scharia-Gericht aufgelöst wurde und die mit 100 Peitschenhieben und Lebensgefahr bedroht wurden, nur weil sie zum Christentum konvertierten.

Shagufta und Shafqat

Ein christliches Paar aus Pakistan, das 7 Jahre lang in der Todeszelle saß, weil sie angeblich eine blasphemische Textnachricht versendet hatten - obwohl beide weder lesen noch schreiben können.

Päivi Räsänen

Päivi Räsänen, a member of parliament and devoted grandmother from Finland, charged with 'hate speech' for voicing her deeply held beliefs on the Christian view of marriage and sexuality.

Adah

Adah had to flee her home after being threatened by her family for her conversion and obtained a protective order in another state.

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Pastor Ezekiel was captured and tortured by unidentified men for two weeks in February 2024, and then handed over to the police, who released him.

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David was captured and tortured by unidentified men for two weeks in February 2024, and then handed over to the police, who charged him with kidnapping and obtained a conviction without a lawyer in 3 days. In July, the High Court in Northern Nigeria overturned his wrongful conviction. He is now free.

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Nigerian Christian mother of 5, Rhoda Jatau, has been acquitted after being imprisoned for 19-months for allegedly sharing a video on WhatsApp.

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In March 2020, a dangerous mob burned down his house and the Hisbah religious police, an official authority in charge of enforcing Sharia law, arrested Yahaya. Shortly after, the young man was convicted in a Sharia court for his alleged “blasphemy” and sentenced to death by hanging. His Supreme Court appeal has the potential to overturn Sharia-based blasphemy laws in Northern Nigeria.

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Pastor Ezekiel wurde im Februar 2024 von unbekannten Männern gefangen genommen und zwei Wochen lang gefoltert, bevor er der Polizei übergeben wurde, die ihn wieder freiließ.

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David wurde im Februar 2024 von unbekannten Männern gefangen genommen und zwei Wochen lang gefoltert. Anschließend wurde er der Polizei übergeben, die ihn wegen Entführung anklagte und innerhalb von drei Tagen ohne Anwalt eine Verurteilung erwirkte. Im Juli hob das Oberste Gericht in Nordnigeria das unrechtmäßige Urteil auf. Er ist nun frei.

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Im März 2020 brannte ein gefährlicher Mob sein Haus nieder, und die Hisbah-Religionspolizei, eine für die Durchsetzung der Scharia zuständige Behörde, verhaftete Yahaya. Kurz darauf wurde der junge Mann vor einem Scharia-Gericht wegen angeblicher „Blasphemie“ verurteilt und zum Tod durch Erhängen verurteilt. Seine Berufung vor dem Obersten Gerichtshof könnte die auf der Scharia basierenden Blasphemiegesetze in Nordnigeria aufheben.

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