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Religionsfreiheit siegt: Nigerianisches Gericht hebt unrechtmäßige Verurteilung eines Christen auf, der Folter ausgesetzt war

  • Ein Obergericht in Nordnigeria hat die unrechtmäßige Verurteilung eines Christen aufgehoben, der verfolgten Konvertiten zur Flucht verholfen hatte, um der Gewalt im Land zu entkommen.
  • ADF International und verbündete Anwälte leisteten David in seinem Fall Rechtsbeistand und erreichten nach anderthalb Jahren Rechtsstreit Gerechtigkeit.

NORDNIGERIA (4. AUGUST 2025) – Ein nigerianisches Obergericht hat die unrechtmäßige Verurteilung eines christlichen Mannes namens David* aufgehoben. Er war gefoltert, inhaftiert und zu einer Geldstrafe verurteilt worden weil er zwei erwachsenen Frauen geholfen hatte, die wegen ihrer Konvertierung zum Christentum gewaltsam bedroht worden waren. David war Anfang 2024 fälschlicherweise der Entführung und anderer Verbrechen beschuldigt und nach einem überstürzten dreitägigen Prozess ohne Rechtsbeistand verurteilt worden.

„Dieser Fall erinnert eindringlich an die akute Krise, in der sich Christen und andere religiöse Minderheiten in Nigeria befinden. Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts in diesem Fall und beten dafür, dass andere niemals erleben müssen, was David durchgemacht hat.„Der Schutz der Religionsfreiheit muss in Nordnigeria gestärkt werden.“

David ist einer von zwei Kirchenleitern, die ins Visier genommen wurden, weil sie zwei erwachsenen Frauen, Adah* und Naomi*, halfen. Die beiden Frauen waren zum Christentum konvertiert und hatten glaubwürdige Morddrohungen von Familienangehörigen und anderen Bekannten erhalten. Nachdem David und ein weiterer Kirchenleiter namens Ezekiel*, ihnen zur Flucht verholfen hatten, wurden beide von Militanten rechtswidrig festgenommen und wochenlang gefoltert, bevor sie der Polizei übergeben wurden. Während Pastor Ezekiel nach rechtlicher Intervention ohne Anklage freigelassen wurde, wurde David in einem dreitägigen Scheinprozess vor einem Amtsgericht ohne Rechtsbeistand fälschlicherweise wegen Entführung angeklagt und zu neun Jahren Haft verurteilt.

Lokale Partneranwälte von ADF International schalteten sich ein, erreichten seine Freilassung gegen Kaution und legten Berufung gegen das Urteil ein. Im Juli hob das Oberste Gericht das Urteil vollständig auf und ordnete die Rückzahlung der Geldstrafe an, zu deren Zahlung David gezwungen worden war. Der Staat erschien nicht vor Gericht, um die ursprüngliche Anklage zu verteidigen.

Verfolgung von Christen in Nigeria

Tragischerweise sind Fälle wie der von David in Nigeria keine Seltenheit. Dort sind Christen weit verbreiteter Verfolgung und Gewalt durch terroristische Gruppen wie Boko Haram und muslimische Fulani-Milizen ausgesetzt. Die Verfolgung erfolgt aber auch durch Gesetze und Maßnahmen der Regierung, die die Religionsfreiheit stark einschränken und bestrafen.

„Trotz der Verfolgung, die viele in meinem Umfeld erfahren, weiß ich, dass ich ewiges Leben habe“, sagte David und zitierte Johannes 3,16. „Das ist unsere Ermutigung: Meine Gemeinde und ich, als Christen, freuen uns über die Gewissheit, die uns das Wortes Gottes schenkt. Darin finden wir unsere Zuversicht und unseren Frieden.“

Im Jahr 2022 wurden in Nigeria etwa 5.000 Christen wegen ihres Glaubens ermordet – mehr als in allen anderen Ländern zusammen. Für 2023 schätzt eine Quelle die Zahl der Christen, die in Nordnigeria gezielt getötet wurden, auf über 7.000.

Durch strategische Rechtsarbeit und Partnerschaften unterstützt ADF International Mandanten wie David vor nationalen Gerichten in ganz Nigeria. Durch internationale Mechanismen wird sofortige Hilfe geleistet und die Achtung der Religionsfreiheit gefördert. Bemühungen zur Sensibilisierung für religiöse Verfolgung– einschließlich jüngster internationaler Gesetzesinitiativen – machen auf die anhaltenden Herausforderungen aufmerksam, mit denen gefährdete Gemeinschaften in Nigeria konfrontiert sind. Anstrengungen wie diese haben zur Freilassung vieler verfolgter Christen wie David geführt, darunter Rhoda Jatau, die im Dezember 2024 von Blasphemievorwürfen freigesprochen wurde.

ADF International setzt sich weiterhin für die Verteidigung der Religionsfreiheit ein und steht an der Seite derer, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden – bis Gerechtigkeit und Freiheit für alle gesichert sind.

*Namen aus Sicherheitsgründen geändert.

Bilder zur freien Verfügung in Verbindung mit der PR.

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I believe in God, the Father almighty,
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I believe in Jesus Christ, his only Son, our Lord,
who was conceived by the Holy Spirit,
born of the Virgin Mary,
suffered under Pontius Pilate,
was crucified, died, and was buried;
On the third day he rose again;
he ascended into heaven,
he is seated at the right hand of the Father,
and he will come to judge the living and the dead.

I believe in the Holy Spirit,
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the forgiveness of sins,
the resurrection of the body,
and the life everlasting.
Amen.